Denn durch das dicke Leder meiner Stiefel ist er bis auf meinen Knöchel gekommen und hat dort seinen Zahnabdruck hinterlassen.
Zukünftig machte ich einen Bogen um das Grundstück meiner Nachbarin.
Doch irgendwie hatte diese Frau einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen. Natürlich legte ich mich nicht auf die Lauer, um sie zu sehen, aber wenn ich sie zufällig sah, wenn sie mit ihrem Hund spazieren ging verfolgte ich sie mit meinen Blicken, bis sie aus meinem Blickfeld verschwunden war.
Ich fühlte mich dabei oft sehr schlecht, doch diese wunderschöne Frau brachte mein Herz in Wallung.
Eines Tages, ich hatte sie lange nicht mehr gesehen, begegneten wir uns zufällig wieder und dieses Mal verlief alles ganz anders.
Zu meinem Erstaunen grüßte sie mich.
Ich grüßte zurück und wollte gerade weiter gehen, als mir auffiel, dass sie einen anderen Hund an ihrer Seite hatte. Er war zwar auch groß, hatte aber braunes Fell und machte auf mich einen wesentlich friedlicheren Eindruck.
Ohne groß darüber nachzudenken, fragte ich: „Haben sie einen neuen Hund?“
Meine Nachbarin, die schon ein paar Schritte weiter gegangen war, drehte sich um und blieb stehen. „Ja, ich musste Blacky leider einschläfern lassen, er wurde zu aggressiv! Er hatte einen großen Tumor und hat zum Schluss sogar mich gebissen!“, sagte mit tränenerstickter Stimme, dabei hob sie ihre Hand, auf der eine große Narbe zu sehen war.
„Oh, das tut mir leid!“ Ging ein paar Schritte auf sie zu und sagte: „Ich hatte auch etwas Angst vor ihm, er konnte so unglaublich tief knurren.“
Plötzlich spürte ich eine nasse Zunge an meiner Hand und zog sie erschrocken zurück.
„Alex nicht!“ Dabei zog sie heftig an der Leine.
„Aber er will mich doch nur kennen lernen!“, erwiderte ich und mutig hielt ich ihm meine Hand hin, die er intensiv beschnüffelte.
Nach diesem, für mich sehr positiven Kontakt, sah ich die Nachbarin einige Tage nicht.
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.