Doris und die Stones

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Doris und die Stones

Doris und die Stones

Anita Isiris

Auf den gigantischen Screens waren jetzt Keith Richards und Ronnie Wood zu sehen, mit ihren riesigen Mäulern, die breit grinsten – Richards sog an einem gigantischen Joint… und das in einem Land, das Kiffen bis heute unter Strafe stellt… es sei denn, man heisse Keith Richards.

„Gibst Du mir mal Dein Gras?" Flüsterte Christian heiser. „Ist aber viel THC drin", gab Doris zurück und nestelte an ihrer Jackentasche. Geschickt drehte Christian eine Knille, die vorne sehr, sehr breit war – und steckte sie an. Abwechslungsweise sogen er und seine Geliebte dieser Nacht an der verbotenen Droge. Keith auf der Bühne tat es ihnen gleich – und dann war es so weit.

Darryl Jones, Charlie Watts, Ron Wood, Mick Jagger und Keith Richards staksten über einen langen Laufsteg zur Mittelbühne. Drahtig präsentierte sich Jagger, drahtig, präzise und charismatisch – genauso wie seine Mitmusiker, mit denen er schon so lange unterwegs war. Bei „Little Red Rooster" geschah es.

Doris fasste sich ein Herz und zog ihren Rock ein wenig hoch, bückte sich nach vorn, hielt sich am Sicherheitszaun fest. Die Leute starrten gebannt auf den strahlenden Charlie Watts, und keinem fiel auf, dass Christian sich an sie drängte und sich in sie zwängte. Sie mussten vorsichtig sein, sehr vorsichtig. Keine exzessiven Bewegungen waren möglich, nur ein leichtes, zärtliches, inniges Ruckeln.

Doris biss sich auf die Lippen, um nicht loszustöhnen. Mit glitzernden Augen starrte Jagger in diesem Moment durch sie hindurch. Ein wahrhaft satanischer Blick… Sympathy For The Devil! Noch immer „Little Red Rooster", Ron Wood an der Slide Guitar. Der kleine rote Hahn stand hinter Doris, besorgte es ihr im Stehen. Dann kam Keith Richards auf sie zu; beinahe hätte sie seine Schuhe berühren können. Er wirkte irgendwie, als wäre er kurzsichtig – aber eine Brille oder gar Linsen konnte sich der Mann in seiner Position keinesfalls leisten, der Arme! Als „Face of Rock’n Roll" hatte er in dieser Hinsicht nur beschränkte Möglichkeiten.

Unter dem Pulli machte Christian sich an ihrem BH zu schaffen, ertastete ihre kleinen, harten Brustwarzen. Ein Muddy Waters Cover – gut wie nie!

Christian begann zu reiben, mit Zeigefinger und Daumen. Doris schmolz. Vorsichtig stiess er noch einmal in sie, noch einmal und noch einmal. Tiefer hätte er nicht in sie dringen können; Doris zog ihre Scheidenmuskeln zusammen. Bloss das Höschen störte etwas. Doris wimmerte leise, Christian keuchte. Viele im Publikum keuchten; erlagen der besten Rock’n Roll Band aller Zeiten. Doris stellte sich geschickt an. Der Blick eines Sicherheitsbeamten streifte sie. Doris’ fiebriger Gesichtsausdruck liess ihn aber keinen Verdacht schöpfen. Endlich war sie soweit – im selben Moment, als eine Applauswelle über die Stones hinweg brandete. Sie bebten vor Spielfreude. Doris und Christian bebten auch; in Wellen spürte sie sein Ejakulat. Dann geschah Unerwartetes: Jagger schleuderte seine weisse Seidenjacke ins Publikum.
Christian vergass alles, sogar Doris. Er stürzte sich, so wie hundert andere, gierig auf den Fetisch. Peinlich berührt rückte Doris ihren Jupe zurecht. Ihr Unterleib pochte. Kurz darauf stand Christian keuchend neben ihr, einen abgerissenen Ärmel von Jaggers Seidenblouson vor sich her tragend.

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