Miau...miau..., schnurr..., schnurr, meldete sich da plötzlich das schwarze Kätzchen zwischen ihren Beinen. Es schien den Kater regelrecht zu wittern. Sein Mäulchen jedenfalls, tropfte schon gar fürchterlich vor unanständigem Verlangen.
Und plötzlich spürte sie auch seine Pfoten. Fordernd schoben sie sich von hinten unter den Achselhöhlen hindurch. Rau legten sie sich um die festen Früchte in den Obstschälchen, und rieben sie mit einer sanften Derbheit, dass Dorndößchen ganz schwindlig davon wurde. Denn sie liebte es eben herzhaft.
Ein erhabener Schauer durchrann den königlichen Leib. Denn Hans Stallknecht knabberte sich an ihrem Hals herab, genau eben so, wie ein richtiger Kater es tun sollte. Selbst das obligatorische Schnurren fehlte nicht. Jegliche Standesscheu war von ihm abgefallen.
Mit starker Hand zerriß er die Schnüre des königlichen Mieders. In hohem Bogen flog das stramme Prinzesschen ins pieksende Heu. Ein herrliches Piksen, das ihr alsgleich die Säfte steigen ließ. Schnurrend hob die gestiefelte Wildkatze das Hinterteil zum Angebot. Miau...
Sein Zauberstab übertraf alle Erwartungen. Viagra war noch nicht erfunden, aber in Märchen und Träumen kommt es auf solche Kleinigkeiten nicht an. So merkte sie gar nicht wie die Zeit verging; was sich bei Jahrhundertträumen als recht praktisch erweist.
Gerade als des Knechtes Zauberstab seinen Funkenregen verstreute, ging ein kühler Windhauch durch den Turm der märchenhaften Ruine. Dorndößchen hatte sich dermaßen erschreckt, dass ihr die verwunschene Spindel entglitt.
Plötzlich stand da ein Mann mit Rosenschere in ihrem Zimmer.
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