Unter diesen hochfrequenten Zungenstößen also, flog Döschen auch mindestens sieben mal zur Venus und zurück. Aber irgendwie war sie heute doch nicht ganz bei der Sache. Die Fee machte sich große Sorgen ob ihrer Fähigkeiten. Auch wenn die Prinzessin so spitz hechelte, dass der See feine Wellen warf. Die Fee spürte es ganz deutlich: Auf seinem Flug durchs All, machte das Mädchen immer wieder einen Abstecher in den heimischen Pferdestall.
"Ausgerechnet ein Pferdeknecht", lachte der Waldgeist schallend und glockenhell, als sich dazu noch das Bild einstellte. Denn Feen sind ausgezeichnete Gedankenleser. Doch lachte sie freundlich amüsiert. Sie war frei von jeglicher Eifersucht, und kitzelte Dößchen präzis an jenen Stellen, von denen sie genau wusste, dass sie es besonders gern hatte.
"Du hast dich doch nicht etwa verliebt?" neckte das Flügelmädchen bohrend "Aber nein", errötete die Ertappte. "Es ist nur, ...wie soll ich sagen? Er hat so starke Hände, mit echten Schwielen; so breite Schultern, so pralle Muskeln, ...und dazu einen Mast zwischen den Beinen, dass jedem Wikinger vor Neid die Sommersprossen aus dem Gesicht fallen würden. Ich würde sagen, Liebe ist das falsche Wort. Er macht mich irgendwie G...Ge..., mir fällt´s einfach nicht ein."
..."Ich wünschte mir, er würde mich endlich ins Stroh werfen, mir die Kleider vom Leib reißen und einfach alles mit mir anstellen, wozu ihn seine animalische Triebe eben treiben. Ganz deutlich habe ich die Wildheit in seinen Augen gesehen.
Keine böse Wildheit, nichts gemeines. Er blickt ehr wie unser träger schwarzer Hauskater im Frühling, wenn er plötzlich munter wird, und es nachts im Burghof schallt, wie heulender Geisterspuk."
"Auch wenn unser Knecht nur derbe Bauernstiefel trägt. Ich begehre ihn. Ich will seine Katze sein. Er ist mein gestiefelter Kater. Meine Minka jammert so kläglich nach ihm, dass ich nachts oft aufwache, und ein frisches Leibchen brauche"...
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.