"Warum hast du das denn nicht gleich gesagt?" grinste die Fee breit und verständnisvoll. Als Naturgeist liebte sie natürlich alles Animalische.
"Ich habe bescheidene Fähigkeiten. Du hast mich nie danach gefragt. Ich dachte, du wüsstest es längst aus alten Märchen. Wer einer guten Fee begegnet, hat automatisch drei Wünsche frei. Das ist Tradition.
"Ich habe eigentlich nur Einen, denn wir Königstöchter haben ja sonst alles, was man sich nur wünschen kann. Aber dieser Jungfräulichkeitszwang macht mich noch wahnsinnig. Möchte mal wissen, wer diesen Blödsinn eigentlich erfunden hat. Dabei ist mein schwarzes Pussykätzchen doch immer so elektrisch"...
"Reden wir nicht lange um den heißen Zauberstab herum", beschied die Fee, und hatte auch schon den Selben bei der Hand. Ein funkelnder Goldregen traf die Prinzessin genau dort, wo sie es schon sehnlichst erwartet hatte. Ehe sie sich`s versah, fand sie sich im wohlbekannten Pferdestall wieder. Alle königlichen Rosse standen auch brav an ihrem Platz. Nur das von Dorndößchen fehlte.
Doch darüber wunderte sie sich nicht lang. Denn jetzt sah sie auch, welch aufreizendes Reitdress ihr die Fee für die Reise angehext hatte. Die prinzesslichen Beine steckten in blitzend polierten, kniehohen Stiefeln, die die nackten Oberschenkel noch umso verführerischer betonten. Ihr Rock war kaum mehr noch, als ein breiter, schwarzer Gürtel, der ihr Hinterteil mehr offenbarte, als dass man von bekleiden reden konnte.
Und dann erst die niedliche Korsage. Alles aus feinstem Nappaleder. Sie hob ihren Bauch so hübsch hervor, dass kein Zweifel daran bestand, das sie die Tochter einer Bauchtänzerin war. Auch waren die Apfelkörbchen so knapp geschnitten, dass ihre kecken Brombeeren vorwitzig über die Ränder schielten.
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