Schätzungsweise 1,90 m groß, breite Schultern mit ganz gut trainierten Armen, ein leichter Bauchansatz, der wesentliche Teil steckt unter einem großen Handtuch. Schwarze, verstrubbelte, kurze Haare. Ein Geruch von Schweiß und Sex umgibt ihn.
„Wie jetzt?“, stößt er hervor.
„Ist mein Angebot. Könnt ihr euch überlegen. Ich hab das Zimmer direkt links neben euch. Ihr habt zehn Minuten Zeit. Wäre schade, wenn nicht, denn dann muss ich selbst Hand anlegen.“
„Wer ist das und was will sie?“, fragt die Frau aus dem Hintergrund.
„Ich glaub’, die ist verrückt. Die will. … – mitmachen“.
Den Rest höre ich nicht mehr, weil ich in mein Zimmer verschwinde und meine Tür schließe. Gehe zum Handy auf dem Nachttisch, 21:10 Uhr.
„Na. Mal sehen, was passiert“, schmunzele ich. Ein paar Minuten vergehen, dann klopft es an meiner Tür. Davor steht der Mann, nun mit einem Bademantel angezogen und etwas verlegen.
„Wir sind einverstanden.“
„Schön“, grinste ich ihn an. „Ich komme gleich mit, warte kurz.“ Ich husche zum Bett, ziehe die Schublade am Nachttisch auf und hole meine kleine Tasche heraus. Dann gehe ich zurück zu ihm, stecke wieder die Schlüsselkarte ein und lasse die Tür hinter mir einschnappen.
Er hat seine Tür angelehnt gelassen, lässt mir netterweise den Vortritt. Farblich genau wie mein Zimmer, nur das Bett scheint etwas breiter zu sein als meins. Auf dem Bett sitzt seine Partnerin, ebenfalls im Bademantel. Die Laken sind noch zerwühlt, es zieht frische Luft rein vom offenen Fenster.
„Hi, ich bin die freche Nora von nebenan“, stelle ich mich vor.
„Hi. Ich bin Anja“, „und ich bin Phil“, ergänzen beide. Es entsteht eine kurze Pause.
„Wir sind neugierig. Du willst also einen Dreier?“, bricht Anja raus. Ihre Augen funkeln unternehmungslustig, das fällt mir sofort auf. Phil grinst bloß beim Wort „Dreier“.
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