Ich möchte niemanden hintergehen mit so etwas, wenn ihr versteht, was ich meine - und so bin ich heute hier!“
„Ja“, Mel lachte, „ich denke, wir verstehen das. Und wir freuen uns, dass du da bist!“ Dann stand sie auf, trat hinter Janines Stuhl, umarmte sie und hauchte ihr einen zärtlichen Kuss auf das blonde Haar. „Was hältst du davon, wenn wir beide erst einmal ein schönes Bad nehmen? Zum Kennen lernen sozusagen?“ Sie blinzelte mir zu: „Mein Mann kann derweil den Tisch abräumen und uns dann später Gesellschaft leisten. Wenn dir das recht ist?!“ fügte sie noch hinzu und lächelte mich an.
„Das ist es!“ sagten Janine und ich wie aus einem Munde - ich bezogen auf das Abräumen des Tisches, sie auf das Bad mit ihrer neuen Freundin. Beide mussten wir lachen. Damit war das Eis endgültig gebrochen, die letzte Unsicherheit verflogen und wir alle freuten uns auf einen aufregend-schönen Abend ...
Als ich den Tisch abgeräumt, die Reste verstaut und das schmutzige Geschirr im Geschirrspüler untergebracht hatte, machte ich mich leise auf den Weg in den ersten Stock unseres Hauses, wo das Bad und die Schlafzimmer lagen. Aus dem Badezimmer war leises Kichern zu hören. Mel und Janine schienen sich gut zu verstehen. Ich klopfte. Ein zweistimmiges „Herein!“ ließ mich eintreten. Warmer Wasserdampf schlug mir entgegen. Kerzen überall im Raum verbreiteten eine sinnlich-warme Atmosphäre. In der randvoll mit Schaum bedeckten Wanne saßen die beiden Frauen einander gegenüber und lächelten mir entgegen.
„Das macht Spaß!“ rief Mel mir entgegen. „Janine ist supersüß!“ sagte sie dann und streichelte der Jüngeren die Wange. „Und sie küsst ganz anders als du!“ Dabei beugte sie sich vor und küsste ihr Gegenüber sanft auf den Mund. Janine erwiderte den Kuss, die Zungen der beiden Frauen fanden sich und umkreisten einander für einen Moment, dann lösten sie sich wieder voneinander und lachten.
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