Dreiundzwanzigste Geschichte … die, welche nicht wie bei Rosamunde Pilcher endet

Svenjas Tagebücher

74 15-23 Minuten 5 Kommentare
Dreiundzwanzigste Geschichte … die, welche nicht wie bei Rosamunde Pilcher endet

Dreiundzwanzigste Geschichte … die, welche nicht wie bei Rosamunde Pilcher endet

Svenja Ansbach


Mit Helmut war dann endgültig Schluss und in den Club bin ich auch nicht mehr gefahren. Ich stürzte mich in die Arbeit und begann eine Psychotherapie wegen meiner Sexsucht. In den Wochen mit Klara war ich halbwegs glücklich, die andere Woche war jeweils schlimmer.

In einer der „schlimmen Wochen“, an einem wirklich tristen, nebelverhangenen Tag im letzten November sah ich sie wieder. Es war ein Tag an dem alles so grau wirkte, das ich kurzzeitig darüber nachdachte, dass ‚50shadesofgrey‘ der Titel für einen verschissenen Dokumentarfilm über unser Viertel sein könnte. Da sah ich im Supermarkt von weitem eine junge Frau. Ich grübelte, woher ich sie kannte. Es dauerte eine Weile und ich war mir nicht sicher, aber während sie nicht weit von mir in der Obstabteilung stand, nickte sie mir kurz zu. Sie erkannte mich also auch. War das diese quirlige Kleine aus meiner Notfallsprechstunde gewesen? Die in diesen abgespace‘ten Klamotten, bei der Mal ein Schuss danebengegangen war und die mich dann um die Pille danach angefleht hatte? Ja, genau das war sie. Wie hieß sie doch gleich? Irgendwas mit V…, Valentine, Viktoria … ach ne, Veronique war‘s! Sie hatte schmal und zerbrechlich vor mir gesessen. Und doch war sie voller Willen gewesen ihre Situation zu meistern.
Sogar sie nahm ich als Entlastungszeugin für meinen Lebenswandel in Anspruch. Hatte sie nicht auch nur ihr Stück vom Leben gesucht, genau wie ich? War ich wie sie? Sie wie ich? Würde sie auch mal so enden, vor den Scherben einer Beziehung stehend?

Und war es das dann wert gewesen?

*** Ende ***

Wenn Ihnen/Euch meine Geschichte und meine Art zu schreiben gefallen hat, dann bitte unbedingt dranbleiben!

Als nächstes startet hier eine ganze Reihe von Kurzgeschichten – erotischen Quickis sozusagen – die zumeist lustig bzw. leicht verrückt, manchmal auch nachdenklich rüberkommen und sehr häufig auch ein überraschendes Ende aufweisen können.
Die ersten fünf Geschichten sind unter dem Titel „Pfaffenglück – und andere fröhliche Rein-Raus-Geschichten“ gebündelt.
Also: ich freu mich auf Euch!

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..Svenja

schreibt Martinus

Ich hab dir zur erten Geschicht einen kurzen Kommentar geschrieben. Nach der 23. Geschichte hat sich meine ahnung bestätigt. "Schreiben als Inventur" des Lebens kenne ich gut. Die "Hintergründigkeit" liegt in uns selbst....als Offenbarung in der geschriebenen Geschichte: wer zu lesen versteht, verbindet sich mit der Authorin. Du hast diese (gegenseitige) Verbindung geschafft;-) Kennen wir uns schon besser? ... ein wenig ja; schön wäre ein gegenseitiges Kennen! Martinus

Ende

schreibt PKH

Sorry für meine ersten Kommentare. Ich hatte einfach die 2. Seite noch nicht gelesen. Schöne, wenn auch eine etwas traurige Geschichte. Sehr schöner lockerer Schreibstil. Gruß PKH

Fiasko?

schreibt PKH

Trifft Sebastian Svenja im Hotel Bär?

Neuanfang?

schreibt PKH

Wie immer sehr locker. Wann kommt es zum Finale?

Ohh Svenja :-(

schreibt Jo_Diarist

Da hatte ich doch bis zuletzt gehofft, das Svenja noch die Kurve kriegt. :-(

Gedichte auf den Leib geschrieben