abends wieder gemütliches Beisammensein –
mit Überraschungsgast!
Sonntagmorgen Ausklang ohne besondere Vorkommnisse,
Heimfahrt“
Was war dort noch geschehen? Die Einträge im Tagebuch waren ja eher spärlich.
Als wir am Samstagmorgen in den Frühstücksraum kamen, saßen Tülay und Susi schon am Frühstückstisch.
„Und?“, fragte ich ganz harmlos.
„Hört bloß auf“, sagte Susi, „als ich aufs Zimmer kam waren Andrea und der Kerl noch am Gange, es sah so aus, als ob die beide gerade einen kleinen Hund machen wollten.“
Sie kicherte. „Aber ich bin ja kein Unmensch, ich habe dann gesagt: „Ich gehe jetzt ins Bad, ihr habt 10 Minuten um fertig zu machen.“
Ich glaube die haben dann so richtig Gas gegeben, ich hatte ein bisschen Angst um unser Bett, bei dem Gequietsche und Gewackel. Aber als ich nach 10 Minuten ins Zimmer kam, war er tatsächlich weg. … Pst.. da kommt sie.“
Andrea kam um die Ecke, Augenringe wie ein Pandabär, aber sie sah entspannt und zufrieden aus. Auskünfte wollte sie allerdings keine erteilen.
„Und Isabell?“, fragte ich Tülay.
„Keine Ahnung“, sie zuckte mit den Schultern, „war die ganze Nacht weg.“ Wir ließen es uns schmecken.
Und dann trullerte auch endlich Isabell ein und nahm am Tisch Platz, als ob nichts gewesen wäre. Alle guckten sie erwartungsvoll an. Sie sah das, reagierte aber zunächst nicht, aber dann platzte es aus ihr raus: „Na und? Habe ein bisschen Spaß gehabt. Ist doch nicht verboten für eine geschiedene Frau oder?“
Wir schüttelten alle den Kopf.
„Aber wie muss ich mir das vorstellen?“, fragte Anett, „der hatte doch bestimmt auch ein Doppelzimmer.“
Und dann kam die Stelle, bei der ich, gerade an meinem Kaffee nippend, alles über den Tisch prustete – eine riesen Sauerei!
„Na, der andere kam später auch noch dazu. Das war ja auch ganz praktisch – der erste war ja schon leer!“
Während ich versuchte mit Servietten die Schweinerei wenigsten notdürftig wegzumachen, saßen die anderen da, und wollten sich ausschütten vor Lachen.
Nach dem Frühstück kopierte ich schnell die Geschichten im Hotelbüro. Dann hatten wir tatsächlich „Kulturprogramm“ – eine Stadtführung.
Nach dem Mittag bekamen alle die Geschichten mit aufs Zimmer. Alle sollten sie bewerten in den Kategorien „Erotik“, „Handlung“ und „Schreibstil.“
Dreizehnte Geschichte … die, bei der Marvin als Notnagel dienen musste
Svenjas Tagebücher
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Dreizehnte Geschichte … die, bei der Marvin als Notnagel dienen musste
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