Wir trafen uns regelmäßig zum Frühstück, tagsüber manchmal zufällig auf dem Zimmer und meistens am frühen Abend zum Abendessen. Aber dann ganz bewusst ohne die Kerle, um uns unserer neuesten Eskapaden zu berichten. Schlimmer als Teenager saßen wir da und kicherten um die Wette bei den natürlich entsprechend originell ausgeschmückten (Fick-)Geschichten. Horst, oder wie er hieß, war inzwischen out. Anett hatte tatsächlich mitten in der Woche noch das Pferd gewechselt, besser gesagt den Hengst. Sie nannte ihren neuen „Long Dong“ … Mehr musste ich nicht wissen! Mit unschuldigem Augenaufschlag „beichtete“ sie mir das, garniert mit dem kurzen Bemerken: „Weißt ja …, man gönnt sich ja sonst nichts!“
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Upps …, ich schaue auf die Uhr. Mir ist total die Zeit davongerannt. Obwohl ich es versprochen habe bleibt keine Zeit mehr über Basti zu berichten. Wie wir uns „richtig“ kennen gelernt hatten. Aber das würde ich bei nächster Gelegenheit nachholen.
Schon hatte ich wieder Gewissensbisse. War das inzwischen bezeichnend für unsere Ehe? Es drängte mich nicht so sehr über den Mann zu berichten, mit dem ich seit sieben Jahren zusammen war und seit fünf Jahren verheiratet. Stattdessen hatte ich lieber eine von vielen Fickgeschichten aus meiner wild bewegten Vergangenheit zu Papier gebracht.
Mein letzter Gedanke, schon während ich meine Aufzeichnungen wegschloss, galt noch mal Basti und vor allem Helmut, dem Kerl der schon bald nach unserer Hochzeit 2012, angefangen hatte mir nachzustellen, was im Sommer 2014 zu einem höchst gespenstischen Vorfall geführt hatte ... Wenn Basti das wüsste! Natürlich hatte ich ihn abblitzen lassen und das Beste wäre sicher gewesen ihn großräumig zu meiden, aber dann hätte ich Tülay das ‚Warum‘ erklären müssen und meinen Mann hätte ich bitten müssen seine Männerfreundschaft zu Helmut ad acta zu legen! Und was hätte ich ihm erzählt?
Empfindungen beim Lesen
schreibt AnMa
Wohltuend
schreibt N8Dreams
Hallo Berni,
schreibt Anamur
Kopfkino läuft...
schreibt Berni