Er war kaum aus dem Zimmer, da lag ich auch schon flach, denn es war ein langer Tag gewesen. Wir waren bereits in aller Frühe zum Flughafen gefahren. Viel später in der Nacht kam Anett, aber ich hatte keine Lust aus dem Halbschlaf zu erwachen, und bemühte mich auch es nicht zu tun. Aber da sie fortwährend leise vor sich hin summte, während sie sich bettfertig machte, war ich sicher, dass der andere, Horst oder so, bei ihr ebenfalls eingelocht hatte.
Morgens beim Frühstück gab es dann einen brühwarmen Bericht. Da sie mich/uns nicht stören wollte, war sie mit ihrer Eroberung auf die Dachterrasse des Hotels gefahren, die mitten in der Nacht leer und verlassen da lag und hatte es sich auf einer Sonnenliege ordentlich besorgen lassen. Die Liege war dabei natürlich zu Bruch gegangen, so dass die beiden Rammler auf dem Fußboden weitergemacht hatten. Selbstverständlich war sie – genau wie ich – an diesem Tag erneut verabredet. Wir hatten dann beide einige sehr schöne Tage an denen wir uns eher selten gesehen haben. Anett hat das aber, genau wie ich, nicht so sehr als Verlust empfunden.
Nach dem Martin und ich es schon so halbwegs in der Öffentlichkeit gemacht hatten, blieben wir dabei. War wie ein Spiel. Unser Motto wurde „Missionieren im Bett kann jeder“. Ein Quickie im Stehen nach Mitternacht in der halbleeren Fußgängerzone hinter irgendeinem Abfallcontainer hingegen nicht. Gegen morgen doggy am dunklen Strand musste schon mal drin sein. Das wir gegen den schon heller werdenden Horizont für landeinwärts befindliche Betrachter einen super ‚Scherenschnitt‘ abgegeben haben müssen, wurde mir erst später klar.
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir noch der Tag an dem Martin einen Mietwagen besorgt hatte. Wohin es ging wollte er mir nicht verraten, nur, dass ich keinen Slip anziehen bräuchte. Und was machte ich Irre? Ich zog unter meinem Rock keinen Slip an.
Empfindungen beim Lesen
schreibt AnMa
Wohltuend
schreibt N8Dreams
Hallo Berni,
schreibt Anamur
Kopfkino läuft...
schreibt Berni