Dritte Geschichte … die, in der ich mich wund vögelte

Svenjas Tagebücher

104 12-19 Minuten 4 Kommentare
Dritte Geschichte … die, in der ich mich wund vögelte

Dritte Geschichte … die, in der ich mich wund vögelte

Svenja Ansbach

Er war kaum aus dem Zimmer, da lag ich auch schon flach, denn es war ein langer Tag gewesen. Wir waren bereits in aller Frühe zum Flughafen gefahren. Viel später in der Nacht kam Anett, aber ich hatte keine Lust aus dem Halbschlaf zu erwachen, und bemühte mich auch es nicht zu tun. Aber da sie fortwährend leise vor sich hin summte, während sie sich bettfertig machte, war ich sicher, dass der andere, Horst oder so, bei ihr ebenfalls eingelocht hatte.

Morgens beim Frühstück gab es dann einen brühwarmen Bericht. Da sie mich/uns nicht stören wollte, war sie mit ihrer Eroberung auf die Dachterrasse des Hotels gefahren, die mitten in der Nacht leer und verlassen da lag und hatte es sich auf einer Sonnenliege ordentlich besorgen lassen. Die Liege war dabei natürlich zu Bruch gegangen, so dass die beiden Rammler auf dem Fußboden weitergemacht hatten. Selbstverständlich war sie – genau wie ich – an diesem Tag erneut verabredet. Wir hatten dann beide einige sehr schöne Tage an denen wir uns eher selten gesehen haben. Anett hat das aber, genau wie ich, nicht so sehr als Verlust empfunden.

Nach dem Martin und ich es schon so halbwegs in der Öffentlichkeit gemacht hatten, blieben wir dabei. War wie ein Spiel. Unser Motto wurde „Missionieren im Bett kann jeder“. Ein Quickie im Stehen nach Mitternacht in der halbleeren Fußgängerzone hinter irgendeinem Abfallcontainer hingegen nicht. Gegen morgen doggy am dunklen Strand musste schon mal drin sein. Das wir gegen den schon heller werdenden Horizont für landeinwärts befindliche Betrachter einen super ‚Scherenschnitt‘ abgegeben haben müssen, wurde mir erst später klar.

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir noch der Tag an dem Martin einen Mietwagen besorgt hatte. Wohin es ging wollte er mir nicht verraten, nur, dass ich keinen Slip anziehen bräuchte. Und was machte ich Irre? Ich zog unter meinem Rock keinen Slip an.

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Empfindungen beim Lesen

schreibt AnMa

Ich kann mich N8Dreams Kommentar nur anschließen. Die Erzählung ist wohltuend. Gut getroffen! Sie bewegt sich hart an der Kante entlang, sodass es nicht wie Porno wirkt und man die Gedanken schweifen lassen kann. Ob sie autobiografisch ist, keine Ahnung, aber so wie sie eingebettet ist wirkt sie sehr realistisch.

Wohltuend

schreibt N8Dreams

Die gesamte Serie ist in einem eleganten Deutsch geschrieben, das sich von vielen erotischen Geschichten wohltuend abhebt. Nach wenigen Seiten ist klar, daß es sich um eine Autobiographie handelt, von einer klugen, selbstbewußten und modernen Frau. Ohne jetzt die anderen Geschichten hier auf dem Forum gelesen zu haben, mit Sicherheit ein Highlight.

Hallo Berni,

schreibt Anamur

vielen lieben Dank für den Kommentar. Ähm, Du hast aber bemerkt, dass man "umblättern" kann? Auf Seite 2 kommt das, was Dein Kopfkino vielleicht aber auch viel besser hinbekommen hat. Wer weiß. LG S.

Kopfkino läuft...

schreibt Berni

Wundvögeln hat dann wohl am Balkon stattgefunden, nice! Obwohl nicht explizit beschrieben, wird man durch die dichte und abwechslunsgreiche Vorgeschichte in die Stimmung versetzt, es sich vorzustellen zu wollen.

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