Das Schicksal war Diego Hufnagel gnädig. Sie tat das lästige Oberteil weg und sonnte ihre prallen Titten zwischen Geranien, Efeu und Klematis. Diego Hufnagel wusste kaum wie ihm geschah. So schön hatte er Martina noch nie gesehen, und er wurde gewahr, dass er sich vermutlich ein wenig verliebt hatte. In das «Gesamtkunstwerk Martina» natürlich – nicht nur in ihre schweren Melonen. Aber jetzt wollte er sie zu sich in die gute Stube hohlen – vielleicht nur virtuell – aber immerhin! Er trat unter die Balkontür und zwar so, dass er, wie er vermutete, von seiner Nachbarin nicht gesehen werden konnte. Woher die Drohne kam und wer sie derart indiskret und böswillig steuerte, würde sie ja nicht erkennen. Nach 2-3 kleinen Flugübungen im Wohnzimmer vermeinte er, die Drohne voll im Griff zu haben. Dann hob das Fluggerät ab und machte sich auf den Weg zum Nachbarinnenbalkon. Martina schien an der Sonne zu dösen und reagierte erstaunlich lange nicht auf das rötlich schimmernde Gerät, das über ihr seine Kreise zog und sich ihr immer mehr näherte. Jede Filmsekunde wurde sofort auf Diego Hufnagels Smartphone übertragen – nichts würde Martina vor ihm verbergen können. Ihre geilen Titten schon gar nicht, ihre Schenkel nicht, ihre Füsse nicht. Diego Hufnagels Mund wurde trocken, und er wollte alles von «seiner» Martina.
Dann geschah, was geschehen musste: Martina streckte die Hand aus und schnappte sich Diego Hufnagels Drohne! Sie wirkte aber keineswegs zornig, sondern eher amüsiert. Sie trug das Gerät mit den rotierenden Propellern in ihr Wohnzimmer und entzog sich Diego Hufnagels interessierten Blicken. Dieser liess enttäuscht die Arme sinken – soeben hatte ihn das Schicksal von Tausenden von Drohnenbesitzern dieser Welt ereilt. Aber im Unterschied zu vielen verfügte er ja nun über ganze 10 Minuten Filmmaterial von der süssen Nachbarin mit den Megatitten. Er schloss die App, die ja auch der Fernsteuerung diente, und öffnete das Downloadverzeichnis. Es war leer! Diego Rothenbühler hatte wegen eines blöden kleinen Einstellungsfehlers die Chance seines Lebens verpasst.
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