Duft

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So wie sie nun schon wieder kurz davor war und wie sie sich eingestehen musste, wohl bald wieder sein würde, da das alles ihr Verlangen nach ihm nur noch gesteigert und nicht gelindert hatte.

Oder war es einfach, dass sich ihr eigener Duft nun mit seinem mischte? Das es eigentlich immer besser roch je öfter sie kam und der Stoff seines Sweaters ihre Feuchtigkeit in sich aufnahm?

Noch einmal stöhnte sie fast atemlos auf, schauderte und sank müde in ihr Bett.

Ein Lächeln umspielte ihre Lippen. So ein pures Verlangen hatte auch seine guten Seiten, sie musste nicht überlegen, was sie als nächstes wollte, sie musste es sich nur nehmen.

„Ich will dich…“, war ihr letzter Gedanke an Fabian, bevor sich ihre Augen schlossen, sie zu träumen begann, seinen, nein ihrer beiden Sweater fest an sich gedrückt.


II

Die eine oder andere gehobene Augenbraue, verstummende Gespräche ihrer männlichen Kollegen, das Tuscheln der Kolleginnen und der eine, nur fast unterdrückte anerkennende Pfiff im Vorbeigehen, zeigten nur zu deutlich, dass ihre Liebe zum Detail bei der Vorbereitung auf ihr Wiedersehen mit Fabian nicht umsonst gewesen war.

Sie musste schmunzeln. „Wiedersehen mit Fabian.“, dachte sie, was für eine deutliche Bezeichnung ihres Zustandes.
Jeden anderen Tag wäre es einfach nur „die Arbeit“ gewesen.

An jedem anderen Tag, hätte sie aber ihre Bluse auch ein ganzes Stück weiter zugeknöpft, wäre der Rock etwas länger und ihrer Strümpfe etwas weniger gemustert gewesen.

Vielleicht war es aber auch nur ihr inneres, leidenschaftliches Glühen, das die Männer dazu brachte, ihr hinter her zu sehen und die Frauen den Kopf schütteln lies.

Zu mindestens half es ihrem Selbstvertrauen enorm, so dass sie Fabian entspannt begrüßen konnte, als sie ihm dann endlich über den Weg lief.

Viel schwieriger war es den Tag zu überstehen, nur von der Hoffnung geleitet, dass er wie üblich nicht fertig werden und Überstunden machen würde.

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