Dunkelheit

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Dunkelheit

Dunkelheit

Johannes Seilmann

Da stand ich nun. Ich atmete tief durch und folgte den beiden. Stockfinster war es. Man sah buchstäblich nichts. Aber das war ja auch der Sinn der Sache. Statt dessen nahmen die geschärften anderen Sinne etwas war. Es roch nach Menschen. Teils nach deutlichem Parfum, teils nach unauffälligem Duschgel, aber auch nach Lust. Den Lauten zufolge waren mehrere Leute hier. Männer und Frauen. Wieviele, konnte ich nicht ausmachen, ebenso wenig, wie groß dieser Raum sein mochte.
Eine vorsichtige Hand an meinem Arm riss mich aus meinen Wahrnehmungen. Ich lächelte im Dunkeln unsichtbar, denn sie erinnerte mich plötzlich daran, dass ich beziehungsweise wir her gekommen waren, um Lust zu haben. Sex und Spaß zu haben, war das erklärte Ziel des Abends. Doch die unbekannte Situation und die vielen Eindrücke in der letzten halben Stunde hatten mich so sehr gefangen genommen, dass dieses Ziel in den Hintergrund gerückt war.
Die Hand strich an meinem Arm hinauf zur Schulter. Langsam und vorsichtig, sehr zärtlich. Ebenso vorsichtig griff ich nach der unbekannten Hand und fühlte eine Frauenhand. Ich begrüßte sie mit einem sanften Druck. Wer mochte sie sein? Eine von den Frauen, die ich vorher in der Lobby gesehen hatte? Unsere Führerin? Meine Begleiterin konnte es nicht sein, denn deren Hand kannte ich, so glaubte ich.
Unsere Hände ließen voneinander und wir streichelten uns gegenseitig, die Arme, Schultern, den Rücken. Dann wurde ich mutiger. Meine Hand erkundete den fremden Rücken und wanderte hinunter zum Po. Die Pobacken fühlten sich gut an und ich wurde mit einem tiefen Atemzug meines Gegenübers belohnt. Tiefer drangen meine Hände vor, erreichten die Schenkel. Ihre Hand fand an meine Brust, spielte kurz mit meinen Haaren auf der Brust und kitzelte dann kurz meine Brustwarzen. Auch mich als Mann erregt das. Ich nahm die Frau in die Arme. Spürte, dass sie etwa meine Größe hatte. Und fühlte dann ihren Unterleib an meinem.

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