Und sie sprachen nie darüber, wie das eigentlich weitergehen sollte.
Besonders Sven verdrängte die Frage erfolgreich, war viel zu sehr in Hochstimmung. Endlich wusste er aus eigener Anschauung, was zweiter Frühling bedeutet. Ihm war gar nicht mehr klar gewesen, dass er noch derartig ‚Bedürfnisse‘ hatte.
Die jahrelangen Routinenummern hatten seinen Liebfrauenkirchturm regelrecht sediert gehabt. Jetzt konnte er es kaum abwarten, bis er das nächste Mal Jenni beiwohnen durfte, und wie bereits berichtet belebte sich auch im häuslichen Bett die Szenerie etwas, wenn auch nicht dramatisch.
In diesem Umfeld, im Rahmen seines ganz persönlichen ‚Laufes‘ stieg sein Selbstvertrauen, ja seine Selbstsicherheit. Sein Bruder? Draufgeschissen!
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Und da war diese Kollegin aus der Buchhaltung, die hübsche und aufregend kurvige Saskia Lehmann, auf die er immer mal wieder einen Gedanken verschwendet hatte, aber nie Anstrengungen unternommen hatte, sie anzugraben. Erstens war es ihm nicht dringend erschienen, da seine Libido ja verschüttet war, und zweitens fehlte ihm bisher auch das Selbstvertrauen. Aber jetzt, wo er seinen Bruder ausgestochen hatte, … why not, ‚Versuch macht kluch‘.
Das Sommerfest im Betrieb war perfekt dafür. Es begann bereits mittags und würde bis spät in die Nacht dauern. Sabine würde ihn nicht vor 1 oder 2 Uhr zurückerwarten.
Von Anfang an sucht er Saskias Nähe. Gerüchteweise hatte er gehört, dass sie seit einigen Monaten das Schicksal russischer Raumkapseln teilte und unbemannt war. Das müsste ihm ja wohl in die Karten spielen …!
Also bemüht er sich in charmant-witziger Weise um sie. Optisch hat sie zu diesem besonderen Anlass wieder alles gegeben. Sie trägt rote Heels, einen engen Rock, der ihren Arsch betont, und einen eigentlich ein wenig zu engen Pulli, der noch ganz andere Sachen zur Geltung bringt.
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