Co. AG“ prompt.
Als dieser Spinner von „Waldfrevel“ und „Verbrechen an der Natur“ zu faseln begann, wurde er kurzerhand aus dem Verkehr gezogen. Man lieferte ihn (natürlich nur zur Beobachtung) in die neurologische Abteilung des werkseigenen Hospitals ein. Natürlich sorgte ein großes Unternehmen für seine Mitarbeiter...
Eine lästige Verzögerung des Bauvorhabens. Aber kein wirkliches Problem.
Ein neuer Landvermesser wurde beauftragt und nach Tiefwalden entsandt. Doch auch dieser kehrte mit ähnlich gefährlichen Symptomen zurück.
Auf diese Weise bekam Steinhart mit der Zeit drei unterhaltsame Zellengenossen. Ihre Erlebnisse unterschieden sich nur geringfügig, so dass man schon an gefährliche Strahlung glaubte. Oder gar an ein gefährliches Virus...
Aber alle diese durchgeknallten Landvermesser, trugen diese unscheinbaren Wundereicheln bei sich. Und die hüteten sie sorgsam.
...Was immer man auch unternahm. Bald fand sich kein einziger Vermessungsingenieur mehr, der sich bereitfand, dass „Verfluchte Gebiet von Tiefwalden“ auch nur zu betreten. Es grenzte schon an Sabotage...
...Endlich sah sich ein fünfköpfiges Spitzenteam aus Management und Vorstand gezwungen, sich vor Ort umzusehen.
Doch die Männer kehrten nie zurück. Man fand nur Wochen später ihre ausgeweidete Luxuskarosse; verlassen in einem engen Feldweg, nahe der Ortschaft Tiefwalden. Ein schwerer Wurzeltrieb hatte sich durch den Fahrzeugboden gebohrt. Das Auto war derart aufgebockt, dass es kaum noch zu entdecken war. Denn es schwebte bereits drei Meter über dem Boden und war von kräftigem Grün umfangen.
Die Polizei fand keine Spuren eines Kampfes. Aber der Wagen war von Moosen und Farnen durchdrungen. Gerade so, als wolle die Natur ihn wieder in seine Ur-Bestandteile zurück zerlegen.
Man vertuschte all diese geheimnisvollen Vorgänge. Schließlich legte man das Vorhaben einstweilen auf Eis. Nicht, ohne sich insgeheim nach neuem Baugrund umzusehen...
...Steinhart und seine unfreiwilligen Mitbewohner, währen wahrscheinlich still und leise in ihrer Verwahranstalt verschimmelt. Aber die Feenkönigin hatte sie alle mit ihrer stärksten Waffe ausgerüstet. Noch immer hatte ein jeder von ihnen eine kleine, grüne Eichel in der Hosentasche.
Zu unscheinbar waren diese Samenkapseln, als dass man sie den "Irren" abgenommen hätte.
Konnte man schließlich ahnen, dass es sich um Waffen von enormer Sprengkraft handelte?
Denn da die Zeit im Feenreich bekanntlich anders lief, war das Wachstum dieser Triebe geradezu erschreckend explosiv.
Am Tage X, pflanzten unsere Helden diese kleinen Bomben in die Mauerritzen ihrer Zelle ein. Tägliches Gießen mit dem Wasserglas genügte, um diese besonderen Bomben zu zünden...
Eines Nachts erschütterte ein gewaltiges Beben die Stadt. Als die Bürger dann morgens verschlafen aus ihren Fenstern blickten, glaubten sie ihren Augen nicht zu trauen. Die große, stinkende Chemiefabrik war verschwunden. In ihren Trümmern aber, standen vier riesige Eichen. Ihre gewaltigen Wurzeln brachten noch immer kleinere Außengebäude zum Einsturz.
Und was die Menschen noch mehr beeindruckte, ...ja bald schon erschreckte. Diese Bäume blühten sehr schnell. Und sie trugen bereits frische Eicheln...
...Wenn das so weiter ging, würde der Wald bald die ganze Stadt verschlungen haben. Die Straßendecken zeigten schon bedrohliche Risse...
ENDE
Weltklasse
schreibt deOlli