Aus dem Fenster sah ich, wie sie und Konrad zur Scheune eilten. Ja, und dann habe ich auch noch dich entdeckt…“ Karl grinste. „Setz dich doch auf einen der Strohballen und leiste uns ein bisschen Gesellschaft. Liesel hat sicher nichts dagegen, wenn du bei ihrer Bestrafung zusiehst. Als Liesels Gouvernante dürfte es für dich nichts Außergewöhnliches sein, ihren nackten Popo zu sehen!“ Statt eine Antwort abzuwarten, ließ Karl die Bürste hinabsausen. Luise machte es sich auf einem der Ballen bequem, von wo aus sie die beste Aussicht auf das Geschehen hatte. Es gefiel ihr, wie Karl vorging. Seine Hand arbeitete im immer selben Takt, wodurch die hölzerne Fläche der Haarbürste Liesels Popo gleichmäßig bestrich. Der Hintern des Mädchens schimmerte dunkelrot, wobei Luise auch einige purpurne Fleckchen entdeckte. Die Gouvernante fand, dass Liesel diesen Povoll redlich verdiente. Luise deutete auf Liesels rechte Backe. „Dort ist noch ausreichend Platz, lieber Karl. Hau dem Fratzen ordentlich den Popo voll, das kann gewiss nicht schaden!“ Liesel sah dies naturgemäß anders. Dass nun auch noch das Fräulein Zeugin ihrer Schmach wurde, schmeckte ihr gar nicht. Karls Hiebe brachten Tränen hervor, die Liesel als Befreiung empfand. Sie schluchzte und wimmerte, strampelte verzweifelt mit ihren Beinen. Der strenge Bruder sah ein, dass seine Schwester genug gesühnt hatte. Während er ermattet die Bürste aus der Hand legte, kümmerte Luise sich um Liesels gezeichnetes Hinterteil. Sie rieb kühlende Salbe in die erhitzte Haut ein, wofür ihr Liesel sehr dankbar war. Karl betrachtete das hübsche Bild. In seinem Kopf setzte sich dennoch der glühende Wunsch fest, auch Luise bestrafen zu wollen. Schließlich war es die Schuld der Gouvernante, dass das Mädchen aus dem Ruder lief. Er sprach das Fräulein an: „Wenn du Liesel ins Haus gebracht hast, würde ich mich gerne mit dir unterhalten, Luise.“ Liesel merkte auf.
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