Ein afrikanischer Albtraum – Teil 3

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Ein afrikanischer Albtraum – Teil 3

Ein afrikanischer Albtraum – Teil 3

Eros Demenos

Was bisher geschah: Die New Yorker Managerin Jocelyn hatte, nach einem Unfall im Busch halbnackt und verdreckt, in einem einsamen afrikanischen Landsitz Zuflucht gefunden. Man hatte ihr das Studio der Hausherrin überlassen und dort war sie über Nacht, ohne es zu ahnen, Hauptdarstellerin eines Masturbations-Pornos geworden, der eben vor den versammelten Gästen im Clubraum des Hauses über die Leinwand geflimmert war. Nun waren alle Augen auf sie gerichtet.

Also führen Sie sich nicht so auf, sonst werden die Konsequenzen für Sie bitter sein!“ Jocelyn war einen Moment sprachlos, was für eine unverschämte Antwort! Was bildete sich dieser Kerl ein?
„Bedingungen, was für Bedingungen?“ „Sie haben unsere Vereinbarungen doch selbst unterschrieben, da werden Sie diese wohl hoffentlich auch vorher gelesen haben. Hier sind ihre Kopien“, damit reichte er ihr einen Stapel Papiere und wendete sich ab.
Jocelyn war zunächst völlig verdattert, dann blätterte sie durch die Zettel, die tatsächlich sämtlich ihre Unterschrift trugen. „Terms and conditions for use of special and private rooms“, war eines der Blätter überschrieben. Sie las das Kleingedruckte und wurde blass. In mehreren Paragrafen war da nicht nur die Rede von 24-stündiger Videoaufzeichnung, Übertragung aller Persönlichkeitsrechte und dem Recht zur weltweiten Verbreitung des aufgezeichneten Materials. Die Unterzeichnerin erklärte mit ihrer Unterschrift auch ihre Bereitschaft zu körperlichen Dienstleistungen aller Art und zu striktem Gehorsam gegenüber der Hausherrin!
Wie versteinert stand sie mitten in der Lobby, als plötzlich Rebecca auftauchte und zischte: „Bist Du verrückt geworden? Du darfst hier auf keinen Fall so herumschreien! Los komm, bloß schnell weg hier“. Das Hausmädchen packte sie hart am Arm und zog sie in einen Trakt des Hauses, den sie noch nicht kannte. Ein halbdunkler Korridor, von dem mehrere Türen abgingen. Sie betraten einen schlicht, aber wohnlich eingerichteten Raum. Es war offensichtlich Rebeccas Zimmer, denn an einer der Wände war eine Serie mit Fotos des Mädchens angepinnt. Sie stammten offensichtlich aus ihrer Arbeit als Model. Aber Jocelyn hatte jetzt kein Interesse an Becs Vorleben. Sie war immer noch erschüttert und fühlte sich hintergangen, auch von dem Hausmädchen.
„Hast Du das etwa gewusst? Warum hast Du mich nicht gewarnt?

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