Alex war Finne, Anfang 30, ein Bekannter von einem Bekannten, der Peter kannte, und über diesen Bekannten von Peter, kannte ihn auch Laya. Ein wirklich freundlicher und offener Geselle, den sie gelegentlich in ihrer Stammkneipe gesehen hatte. Er sah ziemlich gut aus. Vielleicht fast zu gut für Nalina. Die Gerüchte, die über Alex kursierten, weckten in Laya jedoch die Hoffnung, dass er der Richtige für diesen kleinen Job sein könnte. Aber es gab schon auch einige dicke Einträge auf der Habenseite von Nalina. Kohle, eigenes Haus, guten Job, öfter unterwegs. Wie auch immer, Laya war gewillt, ihrer Freundin auch etwas fürs Auge zukommen zu lassen. Da sie eine absolut ehrliche Haut war, hatte sie aber auch nicht mit der Klarstellung gegenüber Alex hinter dem Berg gehalten, dass er seinen Augen bezüglich Nalina nicht ganz die oberste Priorität einräumen sollte. Nalinas Qualitäten würden eher von innen allumfänglich nach außen strahlen. Alex war kein Kostverächter, er war ohne Probleme in der Lage, sich das eine oder andere Abenteuer auch mal schönzusaufen. Laya war vorerst, auch was die Aufwandsentschädigung für Alex betraf, zufrieden mit dieser Übereinkunft, denn sie hatte außerdem einen Plan. Dieser hatte sich dahingehend in ihrem Kopf manifestiert, dass Nalina über Alex auf den Geschmack kommen würde und sie dann auch etwas offener für eventuelle Avancen ernsthafter Interessenten werden könnte. Oder es blieb bei gelegentlichen Treffen mit Alex, und sie tat zumindest etwas Sinnvolles für ihr hormonelles Gleichgewicht. Finanziell würde das kein Problem für Nalina darstellen. Einfach mal abwarten. Was Zahlen betraf, war Laya sattelfest. Telefonnummern, Geburtstagsdaten, alles kein Problem. Allerdings hatte sie es nie geschafft, die Durchnummerierung der Jahreswochen zu verinnerlichen.
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