Die Haustürklingel war nicht penetrant, aber auch nicht zu überhören. „Erstaunlich schnell wieder da.“ dachte sie und machte sich im Bikini auf den Weg zur Haustür. Im Gegensatz zu Nalina hatte sich schon erwähnter Schöpfer bei Sybille die Zeit genommen, die er sich an anderer Stelle gespart hatte. Sybille war ein biologisches Wunderwerk. Allein ihre nackenlangen, schwarzen Haare und ihre zu ihrer Größe perfekt proportionierte Figur waren schon der Hingucker schlechthin. Wenn man sie dann auch noch aus der Nähe betrachten konnte, wurde man von ihren kohlschwarzen Augen und dem wunderschönen Gesicht regelrecht erschlagen. Und das alles noch in einem Bronzebraun, das seinesgleichen noch nicht gefunden hatte. Laya hätte bezüglich der Hautfarbe vielleicht mithalten können, aber die war ja nicht zugegen. Im Übrigen war es so was von egal, was Sybille anhatte. Gar nichts, Nachthemd, Businessoutfit, Pelzmantel oder Schlamperklamotten, sie sah in allem sensationell aus. Natürlich erst recht im Bikini. Da sie mit Peter gerechnet hatte, war sie doch, als ein großer blonder Mann vor der Haustüre stand, ein wenig underdressed. Sybille hatte noch ein paar exquisite Eigenschaften. Sie hatte Selbstvertrauen wie ein Rammbock. Zu versuchen, etwas zu bedecken, wenn es schon zu spät war, kam für sie nicht infrage. Weiter wusste sie sofort, wenn ein Mann auf sie reagierte. Und wenn einer reagierte und sie Lust hatte, auch zu reagieren, dann tat sie das. Und an diesem Abend hatte sie Lust, ziemliche Lust sogar. Alex auf der anderen Seite war wie erstarrt, als sich die Tür öffnete. Seine Augen kamen bezüglich der Bildverarbeitung an ihre Grenzen. Er wusste gar nicht, wohin er zuerst sehen sollte. Gesicht? Augen? Lippen? Brüste? Taille? Becken? Schritt? Beine? Oder alles auf einmal?
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