Ein angenehmer Irrtum.

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Ein angenehmer Irrtum.

Ein angenehmer Irrtum.

Emil Lorenz

Das war mal ein optisches Highlight der Superlative. Wenn für Laya diese Frau nur Durchschnitt war, würde er nur noch für Laya arbeiten wollen. Da stand sie nun, hatte das Türblatt in Händen, das Gewicht auf ein Bein verlagert, die Brüste nur notdürftig mit einem weißen Fetzchen Stoff bedeckt, und zwischen ihren muskulösen Schenkeln verschwand ein weiteres weißes Etwas in einem Versteck, das erforscht werden musste. Alex hatte sich in Sekundenbruchteilen wieder im Griff. Einer seiner großen Vorteile war, dass er keine Angst vor Frauen hatte, auch nicht vor so schönen wie der, vor der er jetzt stand.
„Hallo, einen wunderschönen guten Abend, ich hoffe, ich störe nicht.“ Er zauberte eine Rose hinter seinem Rücken hervor und hielt sie Sybille vor die Nase. Die lächelte zuckersüß, nahm sie entgegen, roch einen winzigen Moment daran und ließ den Arm mitsamt Rose nach unten hängen. Nein, etwas verbergen war wirklich nicht ihr Ding. Sybille war einen Kopf kleiner, als der blonde Riese. Sie sah zu ihm hoch und er konnte seine Augen nicht von ihren Glocken lösen.
„Kommt darauf an, was du willst, dann sage ich dir, ob du störst.“ Alex sah, wie sie bei diesen Worten lächelte. Das konnte alles, oder nichts bedeuten.
„Laya meinte, ich könnte vielleicht mal bei dir vorbeischauen.“
Sybille sah ihn erstaunt und gleichzeitig fragend an.
„Weil?“
„Ich arbeite zurzeit in der IT-Branche und denke darüber nach, mich beruflich zu verändern. Möglicherweise hat deine Firma Bedarf und auch Interesse?“ Das Licht der Erkenntnis zauberte ein dezentes Lächeln auf Sybilles Lippen, als ihr klar wurde, wen der gutaussehende Typ eigentlich antreffen wollte. Was Laya damit zu tun hatte, lag noch etwas im Dunkel, aber Sybille entschied sich, den Irrtum vorerst mal nicht aufzuklären.
„Na, Laya ist ja spitzenmäßig informiert.

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