Ein besonderer Mann

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Ein besonderer Mann

Ein besonderer Mann

Alnonymus

Das Roberto mit lautem Röhren abspritzt, bekomme ich nur im Unterbewusstsein mit, zu sehr konzentriere ich mich auf meinen Körper, der sich in totalem Aufruhr befindet. Erschöpft lasse sich mich schließlich nach vorne in das Kissen fallen, reiße Roberto einfach mit.

Ich liege lang ausgestreckt auf dem Bauch, Roberto auf mir, und während meine Erregung langsam abklingt, spüre ich seine Finger und Lippen, die mich zärtlich berühren. „Ich muss jetzt gehen.“ flüstert er mir nach einer Weile ins Ohr, „Bleib einfach liegen, ich geh mich nur schnell frisch machen.“ Als sich Roberto von mir löst, drehe ich mich auf den Rücken, verfolge ihn mit meinen Blicken, bis er im Bad verschwunden ist. Während ich im Nebenraum das Wasser prasseln höre, spüre ich noch immer das Pulsieren in meinem Schoß. Das ist auch noch nicht ganz abgeklungen, als sich Roberto schließlich mit einigen wunderbaren Komplimenten und einer innigen Umarmung verabschiedet. Selbstverständlich hat er vorher die Kondome und Verpackungen noch diskret in seiner Jackentasche verschwinden lassen. Ich sinke augenblicklich in einen tiefen Schlaf und fühle mich nach den Frühstück wie neu geboren, auch wenn die Beine noch etwas wackelig sind.

Der Arbeitstag vergeht schnell und pünktlich um zwei sitze ich im Zug nach Hause. Je näher ich aber komme, desto mehr meldet sich mein schlechtes Gewissen. Was habe ich nur getan? Das alles nur wegen dieses sinnlosen Streites. Ich fühle mich richtig schlecht. Zuhause angekommen, fällt mir mein Mann liebevoll um den Hals, mag mich gar nicht mehr loslassen. Ihm tut der Streit unendlich leid, und vor allem, dass er mich ohne Versöhnung hat abfahren lassen. Ich bin unbeschreiblich erleichtert, dass es ihm genauso geht wie mir, möchte unseren Streit endlich beilegen, vor allem aber verdrängen, was ich gestern Abend getan habe. Zur Versöhnung hat er ein wunderbares Essen gezaubert und dann zeigt er mir die halbe Nacht, was für ein wunderbarer Liebhaber er ist, lässt die Erinnerung an Roberto mit jedem meiner Orgasmen mehr und mehr verblassen. Größe ist eben doch nicht alles.

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