Ein Bett im Maisfeld...

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Ein Bett im Maisfeld...

Ein Bett im Maisfeld...

Sven Solge

Bei jeder Bewegung tauchte ich ins Wasser. Ich bin zwar nicht wasserscheu und schwimmen kann ich auch, aber man versucht ja möglichst trocken zu bleiben, deshalb habe ich erst mal versucht, alleine wieder frei zu kommen. Doch in dieser komischen Haltung verlor ich schnell an Kraft und bekam langsam Angst. Doch dann hörte ich dich und ich glaube du hattest an dieser Stelle auch Probleme mit dem Weg, denn ich hörte dich Fluchen. Durch mein plötzliches Kopf-drehen, tauchte ich natürlich wieder unter und hatte den Mund voll Wasser als ich rufen wollte.“

Mark nickte: „Ja ich habe zuerst gedacht da krächzt eine Krähe oder ein anderer Vogel. Doch dann habe ich deinen Rucksack gesehen und dachte mir da stimmt etwas nicht und bin zurück gekommen und das ich da so einen hübschen Vogel finden würde, hat mich dann doch überrascht.“ Er lächelte sie spitzbübisch an.

Ester beugte sich plötzlich vor und küsste Mark auf die Wange: „Danke das du mich gerettet hast. Wer weiß wie lange ich dort noch gehangen hätte. Ich hatte kurz vorher, den Brustgurt des Rucksacks geöffnet und wollte mich ins Wasser fallen lassen, habe aber Angst gehabt auf mein Fahrrad zu fallen, das unter mir im Wasser lag.“

„Ich denke wir sollten jetzt erst mal dein Bike bergen und uns dann einen besseren Platz suchen, wo wir uns in Ruhe unterhalten können.“

Mark war aufgestanden und ans Ufer der Elbe getreten. Und tatsächlich konnte er deutlich das Rad sehen, nur etwa 1,5 Meter vom Ufer entfernt lag, allerdings war es von ihrer Position nicht zu erreichen.

Ester war auch aufgestanden und stützte sich jetzt auf seiner Schulter ab. „Hast du eine Idee wie wir es hoch holen können?“, fragte sie ihn.

„Ja, dreh dich mal einen Moment um!“

Als Ester nicht gleich reagierte, zog er sich vor ihren Augen nackt aus und sprang mit einem Satz in den Fluss. Als er wieder auftauchte hatte er den Rahmen in der Hand und zog das Rad zu der Stelle an der Ester stand.

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