„Wir hätten es Wahrlich schlechter treffen können!“, meinte Mark und legte Ester einen Arm um die Schultern und zog sie leicht an sich, ließ sie aber sofort wieder los.
„Ich denke du solltest erst mal deine Sachen zum Trocknen aufhängen, bei der Wärme heute sind sie schnell wieder trocken!“
Währen Ester ihre nassen Sachen über die umliegenden Sträucher verteilte, rollte Mark seine Isomatte aus, die er immer dabei hatte. Sogar ein leichter Schlafsack gehörte zu seiner Grundausstattung.
Aber auch Ester verfügte über eine Isomatte. Die zwar auch klitsch nass war, aber in der mittlerweile brütenden Hitze schnell trocknete.
Als Ester sich zu ihm auf seine Isomatte setzte, sagte Mark: „Ich hätte Lust hier heute zu übernachten. Denn bis zu meinem Tagesziel ist es zwar nicht mehr sehr weit, doch bei dem warmen Wetter schlafe ich lieber im Freien. Was meinst du?“
Wo willst du denn überhaupt hin?“, fragte Ester.
„Mein Endziel ist Bad Schandau. Von dort will ich dann mit dem Raddampfer zurück nach Dresden und dann weiter mit der Bahn nach Kiel, meiner Heimatstadt. Ich habe Urlaub und möchte mir noch Dresden und Meißen anschauen. Ich fahre immer so 30-35 km am Tag und übernachte in der Regel in einem Dorfgasthaus oder in der freien Natur.“
„Ich habe auf meiner Strecke nur in Dresden ein Hotelzimmer gebucht. Aber da fällt mir ein, das Zimmer müsste ich für heute noch stornieren, den so wie es aussieht komme ich da nicht mehr hin.“, stellte Ester nachdenklich fest.
Sie holte ihr Handy aus der Tasche und wählte eine Nummer, bis sie bemerkte, dass sie kein Netz hatte. Mist kein Empfang.“
Jetzt holte auch Mark sein Telefon raus. „Auch kein Netz, stellte er lakonisch fest!“ Auch Arm hoch halten brachte nichts. „Ich versuche es mal vom Baum aus!“ Behände kletterte er über die runter hängenden Zweige in die Höhe. Oben angekommen richtete er das Handy in alle Himmelsrichtungen, doch plötzlich zeigte sich ein Balken.
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