Dr. J. und Mr. H.

Ein Butler mit Facetten - Teil 4

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Dr. J. und Mr. H.

Dr. J. und Mr. H.

Joana Angelides

Wie in jedem Menschen schlummern auch in einen Butler zwei Seelen in einer Brust.

Er war während des Tages und im Dienste seiner Herrschaft der korrekte, distanzierte Diener seines Herrn. Immer diskret, immer beflissen und äußerst gewissenhaft.

Es war aber auch so wie bei Dr. Jekyll und Mr Hyde; solche Persönlichkeiten ließen sich nicht auf die Dauer trennen und verlangten ihren Tribut. Also gab es Nächte, oder Tage, an denen er frei hatte, wo er sein Butler-Kostüm auszog, sich in eine kleine Nebengasse von London begab und dort unterkroch.

Hier streifte er die Vornehmheit seines offiziellen Lebens ab und verkehrte mit ganz einfachen, oft sehr vulgären Leuten. Sein kleines Appartement, das er gemietet hatte, lag im ersten Stock und war über eine kleine Treppe von außen betretbar. Hier wechselte er die Kleidung und begann sich in das Pub am Ende der Straße. Hier war er einfach nur James.
Nach all den vornehmen Damen, die ihn sonst umgaben, zog es ihn hier zu den drallen Mädchen aus dem Service und da griff er schon hin und wieder unter die Röcke der Mädchen. Es erregte ihn besonders, wenn sie darunter kein Höschen trugen. Manchmal spürte er ihre Feuchte und wusste, er konnte sie nach ihrem Dienst hinter dem Tresen kurz bedienen. Er tat es wild, ohne besondere Raffinessen und wenn sie dann an ihm hingen, voller Lust keuchten und er ihre festen Brüste in seinen Händen hielt, kam er hemmungslos wie ein wild gewordener Stier.

Seine besondere Vorliebe galt jedoch der Wirtin des Pubs. Sie war Ende Vierzig verwitwet, hatte ebenfalls pralle, feste Brüste, die fast aus ihrer Bluse herausfielen und ein sehenswertes geiles Hinterteil. Sie stemmte einige Biere gleichzeitig und servierte auch das deftige Essen aus der Küche selbst. Nach dem der Pub weit nach Mitternacht geschlossen hatte, nahm sie ihn immer wieder in ihr Schlafzimmer in den ersten Stock mit und warf ihn auf ihr Bett. Hier war vorerst einmal sie es, die den Ton angab. Sie zog ihm ohne Umschweife seine Hose aus und setzte sich auf ihn, ja man konnte sagen, sie ritt ihn über die Prärie, über Dämme und über Wiesen, bis ihm fast der Atem wegblieb. Sie schrie ihm die vulgärsten Dinge ins Ohr und lebte ihre Lust bis zur völligen Erschöpfung aus. Hier konnte er auch ins volle Leben greifen, er krallte sich in ihr Hinterteil, hob sie auf und ließ sie wieder auf sich fallen und bohrte sich in sie, bis sie dann von selbst um Gnade bat. Es gab aber auch wieder Nächte, in denen er sie unter sich hatte, ihr sein Schwert in den Leib rammte und sie von einem Orgasmus zum nächsten trieb.

Am anderen Ende der Straße befand sich ein Bordell mit jungen, unbeschwerten Mädchen, die sich zu Markte trugen. Einig standen davor, einige schauten aus den Fenstern. Man hörte Musik bis auf die Straße und die Freier kamen laufend mit einem Taxi oder zu Fuß. Es war ein Kommen und Gehen. Wenn er nicht ins Pub ging, dann kam er hier her und ließ sich, nicht selten, von mehreren der Mädchen gleichzeitig verwöhnen. Er kannte sie alle, wusste, in welcher Praxis die einzelnen Mädchen spezialisiert waren. Besonders liebte er Jolly, sie kniete mit Vorliebe vor ihm und genoss es, wenn er sich an den Türrahmen festkrallte und keuchte, wenn sie an ihm ihre Fellatio-Künste ausübte. Oder Maureen, die es anal liebte und darin Meisterin war. Sie streckte ihm ihren Po entgegen, zog selbst die Backen auseinander und genoss es, wenn er in sie eindrang. Er ölte sie sorgfältig und langsam ein, bevor er in sie eindrang. Schon alleine das machte sie geil. Er hörte es mit Genuss, wenn sie die Luft einsog und dabei wohlig stöhnte, auch wenn es sie schmerzte. Sein Schwert erreichte eine beachtliche Stärke und Länge, wenn er voll in Fahrt war. Sie liebte es tief und langsam, bewegte dabei wild ihr Becken und mochte es, wenn er dabei ihre Brustnippel berührte, was sie noch zusätzlich erregte. Diese Stunden brachten seinen Körper zum Glühen und die angespannten Muskeln taten noch Stunden danach weh. Er röhrte dazwischen wie ein Hirsch und es kam nur mehr die dunkle Seite seines Charakters an die Oberfläche. Er nahm sie mehrmals hintereinander und war völlig hemmungslos in seiner Rage. Seine vornehme Herrschaft würde ihn so kaum wiedererkennen.

Diese Ausflüge ins profane Leben dauerten höchstens vier Tage innerhalb von drei Monaten, doch sie waren der Ausgleich zu der anderen Welt, in der er sich normaler Weise zu bewegen wusste. Da er sie immer sehr intensiv genoss, fand er es vorteilhaft, dass es nicht öfter vorkam. Es war auch eine körperliche Herausforderung. Insgeheim befürchtete er, dass diese, seine dunkle Seite, wie er sie nannte, irgendwann die Oberhand gewinnen könnte.

Doch Lady Marian will mehr

Butler James hatte seit drei Tagen den Eindruck, dass sich Lady Marian nach dem überraschenden Erlebnis mit Lady Eliza in sich zurückzog. Sie wich auch seinen Blicken aus und er vermisste ihren lasziven Blick beim Frühstück, wenn sie wieder einmal so weit war, um sich von ihm in die erotische Welt entführen zu lassen. Das hatte bisher ohne Worte funktioniert, also wartete er ab.

„James, wie war das bei Lady Eliza, als sie noch bei ihr im Dienst standen, haben Sie da auch nur den Wegbereiter gegeben, haben Sie sich da auch niemals selbst eingebracht?“

„Ja, Mylady, genauso ist es!“, er verbeugte sich knapp und goss mit unbewegter Miene den Tee nach.

Sie war offenbar innerlich wieder zurückgekehrt und ihre Gedanken und Gefühle hatten offensichtlich wieder die duftende Spur des Eros aufgenommen.

Sie führte die Tasse zum Mund, trank ihren Tee und nahm auch ein Brötchen. Sie kaute es langsam und nachdenklich. Es war ihr anzusehen, dass sie etwas sagen wollte, aber nicht wusste, wie.

Dann stand sie auf, ging in den Salon und nahm sich ein Buch aus dem Regal und Butler James ordnete den Tisch. Er beobachtete sie vom Frühstückszimmer aus und stellte fest, dass sie eine gewisse Unruhe erfasst hatte. Sie stand immer wieder auf, zupfte an den Blumengestecken herum, sah zum Fenster hinaus, oder betrachtete sich eingehend im Spiegel.

Plötzlich gab sie sich einen Ruck.

„James, fahren Sie den Wagen vor, wir fahren nach London, ich will was einkaufen!“

„Sehr wohl, Mylady!“

Sie ließ sich in die City chauffieren und stieg in einer der belebten Straßen aus wo sich eine exquisite und elegante Boutique an die andere reihte.

Er fuhr langsam hinter ihr drein und ignorierte einfach das ungeduldige Hupen der anderen Verkehrsteilnehmer hinter ihm. Wo es möglich war, würden ihn diese sowieso überholen.

Offensichtlich besuchte sie vorwiegend Mode- und Schuh-Geschäfte. Immer wenn sie einen neuen Einkauf getätigt hatte, winkte sie ihm stehen zu bleiben und warf die Tüte durch das hintere Fenster in den Wagen. Sie war offenbar in einem Kaufrausch, stellte James fest.

Nun betrat sie ein kleines, aber sehr nobles Restaurant, ohne ihm irgendwelche Anweisungen zu geben. Er überlegt schon, dass ihm nichts Anderes übrigbleiben würde, als immer wieder um den Block zu fahren, bis sie wieder herauskam, da tat sich unerwartet eine Parklücke auf und so konnte er endlich den Wagen parken. Er stieg aus und öffnete die rückwärtige Wagentüre zum Fond des Wagens. Da lag ungefähr ein halbes Dutzend verschiedener Tüten und Päckchen herum, er sammelte sie ein und schloss sie in den Kofferraum ein. Dann versperrte er den Wagen und entschloss sich, einen Blick in das Innere des Restaurants zu werfen. Natürlich konnte er das Lokal nicht durch die Vordertüre betreten, Lady Marian würde ihn sofort sehen und sicher würde auch ein Kellner sofort auf ihn zukommen.
Da kam ihm seine Chauffeurkappe sehr zu Hilfe. Er suchte den Hintereingang des Restaurants und begab sich an der Garderobiere vorbei in den Personalraum.

Ein kurzes Gespräch mit einem jungen Kellner und einem Geldschein war hier hilfreich. So konnte er durch die Türe, die in den Speiseraum führte und die verspiegelt war, einen Blick auf Lady Marian werfen.

Sie saß in einer der Wandnischen, lasziv zurückgelehnt und stieß gerade mit einem ihr gegenüber sitzenden Mann und zwei Sektgläsern an.

Irgendwie kam ihm dieser Mann bekannt vor, leider konnte er ihm nur im Profil sehen. Doch in diesem Augenblick dreht er sich um, um dem Kellner zu winken und da erkannte er ihn. Es war Sir Edward Kingsley jun., der Sohn eines Geschäftsfreundes des Barons.

Man konnte das Knistern zwischen den Beiden direkt sehen und auch, dass Sir Edward im höchsten Maße erregt war. Offenbar machte ihm Lady Marian Avancen, bzw. signalisierte Bereitschaft, seiner mehr offen dargestellten als geheimer Werbung nachzugehen. Denn Sir Edward war rettungslos in sie verliebt und unternahm immer wieder Versuche, sie zu erobern, was bisher jedoch vergebens war. Natürlich wusste er über die besondere Beziehung der beiden Familien, doch das tat seinem Verlangen keinen Abbruch. Nun war er am Ziel seiner Sehnsüchte angekommen, konnte gar nicht fassen, wieso Lady Marian plötzlich nachzugeben bereit war. Es kam ihm nicht in den Sinn, dass er sozusagen als Opferlamm auserkoren war. Er sollte das schwelende Verlangen nach Erfüllung sexueller Fantasien erfüllen.

James hatte genug gesehen und verließ das Lokal wieder durch die Garderobe und dem Hinterausgang und setzte sich wieder in den Wagen. Nach einer für ihn endlose erscheinenden Wartezeit kam Lady Marian wieder aus der Türe des Restaurants und er hupte dezent, um sie auf sich aufmerksam zu machen. Er stieg aus und hielt ihr die Türe auf. Als sie einstieg, konnte er ihre Erregung förmlich riechen.

Die Rückfahrt verlief wieder ohne Worte, er konnte nur durch den Rückspiegel sehen, dass sie sich wie eine satte Katze im Fond räkelte. Der vermeintliche Jäger war offenbar erlegt worden. Da war ja einiges zu erwarten!

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