Sie lächelte mir zu, drehte sich wieder um und war im nächsten Moment verschwunden. Ich überlegte einen kurzen Augenblick, ob ich ihr nachlaufen sollte, ließ es aber dann einfach. Ich hatte keine Idee wie das alles zustande kam, aber ich hatte meinen Spaß dabei. Und deshalb war ich schließlich hier. Als ich dann nach dem Duschen und Frühstück meine Sachen für den Strand zusammen kramte, wurde mir schnell klar, was die Traumfrau von mir wollte. Mein gesamtes Bargeld und meine Uhr waren verschwunden. Um die Uhr war es nicht schade. Nichts, was man nicht sofort ersetzen konnte. Und die 400 € konnte ich auch verkraften, zumal sie mir meine Ausweise und Kreditkarten und das ganze Zeug gelassen hatte. Ich musste grinsen. 400 Euro für dieses wunderbare Ereignis mit solch einer Frau war ein Schnäppchen.
Ich beschloss, mir am Abend etwas Geld zu holen und am Strand über den Tag so richtig zu faulenzen. Ich zog die schweren Vorhänge zur Terrasse zu, das half, um den Bungalow etwas kühler zu halten. Ich hatte mir nur mein Strandshirt, eine Flasche Wasser aus dem Kühlschrank der Zimmerbar, mein Strandhandtuch und mein uraltes Paar Espandrillos geschnappt und die Tür hinter mir zugezogen. Ich hatte mich für meine leichte, kurze Sporthose entschieden. Ich hatte vor ein Stück am Strand entlang in einer kleinen Bucht, wenn überhaupt, dann ohne alles zu baden. Der Weg durch die sehr schöne Hotelanlage, in der am Vormittag noch sehr angenehme Kühle herrschte, ließ mich meine Einsamkeit plötzlich noch mehr genießen. Zum Strand musste man über eine Art Brücke, einen kleinen Weg durch ein paar Dünen. Nur einige Minuten und man war im Paradies. Der Strand war lang läufig, immer wieder von Felsvorsprüngen unterbrochen, die man aber ohne Probleme mit einigen Schritten im Wasser umgehen konnte. Dann reihte sich Bucht an Bucht. Es war so gegen 11 Uhr, und es wurde jetzt schon richtig heiß.
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