„Was ist bloß mit mir los?“, dachte Nina, als sie nach dem Tennistraining am Donnerstagabend nach Hause fuhr. „So unglaublich geil wie heute war ich zuletzt als Teenie oder so“. Schon während des Trainings war sie plötzlich von heftigen erotischen Gelüsten heimgesucht worden und hatte unkonzentriert so manchen Ball unabsichtlich ins Netz geschmettert statt ins gegnerische Feld. Das war sogar ihren Mitspielerinnen aufgefallen. Darauf angesprochen, hatte Nina etwas von „viel Stress auf der Arbeit“ gemurmelt.
Wenn Lutz nun doch bloß da wäre! Dann würde sie sich jetzt zuhause schnell duschen und umziehen. Sie würde sich das verführerischste transparente Top in Schwarz samt Push-up-BH, den kürzesten Rock, die Stiefel mit den spitzesten Absätzen und vor allem die atemberaubendste Strumpfhose anziehen, Lutz bei sich zu Hause mit ihrem Besuch überraschen und sich von ihm nach allen Regeln der Kunst ordentlich durchvögeln lassen…
Aber er war in Urlaub auf Sardinien, alleine, ohne sie. Gerne wäre sie mitgefahren, aber – da hatte sie gegenüber den Teamkolleginnen nicht einmal gelogen –, da der Quartalsabschluss in ihrer Firma lief, war sie dort unabkömmlich – und es war leider die einzige Reise gewesen, bei der noch Plätze frei waren. So musste sie Lutz schweren Herzens allein in Urlaub fahren lassen, darauf hoffend, dass er sich nicht in irgendeine hübsche Stewardess verguckte. Sie wusste ja, dass er auf diese hübsch zurechtgemachten Dinger abfuhr, wenn sie in ihren knappen Kostümen mit den oft gefährlich kurzen Röckchen und den verführerischen Strumpfhosen die Fluggäste verwöhnten…
„Es sind doch bloß zehn Tage!“ So hatte sich Nina zu vertrösten versucht, aber nun merkte sie, wie lange diese zehn Tage doch waren und wie sehr ihr Lutz fehlte. Noch drei Tage, dann würde er zurückkommen.
Ein Entspannungsbad und seine Folgen
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Ein Entspannungsbad und seine Folgen
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