Ich zucke mit den Schultern: „Na ja, das nächste Mal, wenn du Yannik dein Was-auch-immer zeigst, solltest du dir anschließend das Heu aus dem Haar streichen, und vor allem die Bluse wieder richtig zuknöpfen.“ Katharinas Augen weiten sich, während sie sich reflexartig in die Haare greift und mehrere lange Halme hervorzieht. Schon schaut sie an sich herab, um festzustellen, dass ihre Bluse tatsächlich um einen Knopf versetzt geschlossen ist. Als sie mich wieder anblickt, ist aus ihrem Erstaunen beinahe ein Schlafzimmerblick geworden.
„Hach Tom, was würde ich nur ohne dich machen?“, seufzt sie, während sie beginnt, ihre Bluse aufzuknöpfen.
„Du würdest verlottern und verkommen“, schüttle ich den Kopf. Ohne Zögern wende ich mich zum Gehen.
„Und denkt dran, der Letzte macht das Licht aus“, rufe ich noch, schon hat sich die Tür zum Durchgang hinter mir geschlossen.
In meiner Wohnung angekommen, begebe ich mich zuerst ins Schlafzimmer, um meine Straßenkleidung gegen T-Shirt und Boxershorts zu tauschen, in denen ich in der warmen Jahreszeit schlafe. Dann ab ins Bad: Zähne putzen. Als ich vor dem Spiegel stehe, horche ich in mich hinein, und mir wird klar, dass ich so nicht werde einschlafen können. Also Planänderung. Mit dem Badehandtuch unter dem Arm gehe ich die Treppe hinab ins Wohnzimmer, wo ich zuerst die Außenjalousie des großen Fensters und der Terrassentür herunterlasse. Durch das Fenster beim Esstisch dringt zwar noch Tageslicht herein, doch ist die Dämmerung bereits so weit vorgeschritten, dass ich die Stehlampe, die neben dem Sofa steht, noch einschalte. Damit habe ich aber kein Problem, denn auch wenn jemand im Garten wäre, und sich die Nase an der Scheibe plattdrücken würde, könnte er diesen Teil des Raumes nicht einsehen. So ziehe ich mir erst einmal T-Shirt und Boxershorts wieder aus.
Ein flottes Töchterchen
Auf dem Reiterhof - Teil 1
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Ein flottes Töchterchen
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