Das sind auch die Tiere, mit denen der Reitunterricht stattfindet. Nicht nur eine weitere Einnahmequelle, sondern auch der Teil meiner Tätigkeit, den ich besonders mag, denn anderen Menschen meine Liebe zu Pferden zu vermitteln, liegt mir wirklich am Herzen. Als Stallmeister bin ich ansonsten verantwortlich für alles, was mit den Pferden und Stallungen zu tun hat. Dabei habe ich mehrere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, unter anderem eine Sekretärin, die mich halbtags unterstützt. Trotzdem verbringe ich fast mehr Zeit im Büro als im Stall. Umso mehr genieße ich jede Minute mit den Tieren. Schließlich beherbergt der Stall auch noch mehrere fremde Pferde, die bei uns untergebracht sind, da die Besitzer keine eigenen Stallungen haben. Teils kümmern sich die Besitzer komplett um ihre Tiere, aber gegen entsprechende Bezahlung übernehmen wir auch die Teil- oder Komplettversorgung. Man sieht, es ist viel los auf dem Reiterhof.
Da trifft es sich gut, dass ich meine eigene Dienstwohnung habe. Es ist sogar ein Häuschen, das über einen längeren Durchgang mit meinem Büro und den Stallungen verbunden ist. So kann ich schnell vor Ort sein, wenn es mal darauf ankommt. Man kann wirklich schlechter wohnen: Im Erdgeschoss sind eine Toilette, die Küche und das geräumige Wohn-Ess-Zimmer. Unter dem Dach liegen das Bad und mein großes Schlafzimmer. Alles passt in meinem Leben, und ich bin wirklich glücklich, auch wenn mir eine Frau in meinem Leben noch fehlt. Dabei herrscht hier auf dem Gestüt wirklich kein Mangel, denn Reiten ist nun mal ein Hobby vorwiegend für Frauen. Natürlich gibt es auch Männer, die reiten, oder sogar ganze Familien, die diesem Hobby nachgehen, aber wohl mindestens siebzig Prozent der Reitschüler sind Mädchen oder Frauen jeden Alters.
Ein flottes Töchterchen
Auf dem Reiterhof - Teil 1
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Ein flottes Töchterchen
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