Und auch die bei uns untergestellten Pferde werden meist von Frauen betreut.
Dabei muss gesagt werden, dass die Kosten für den Kauf und den Unterhalt eines Pferdes doch beträchtlich sind. Aber aufgrund der Nähe des Gestüts zur Großstadt ist hier das entsprechende Klientel vorhanden. Dabei würde ich diese Frauen in drei Gruppen einteilen. Da sind zum ersten die erfolgreichen Geschäftsfrauen, die für ihr Geld hart arbeiten, und als Ausgleich jede Minute ihrer spärlichen Freizeit mit ihrem Pferd verbringen. Diese Frauen bieten manchmal auch Pferdebeteiligungen an. Das bedeutet, dass ein oder zwei andere Frauen sich an den Kosten und der Arbeit beteiligen und dafür Gelegenheit haben, das Pferd regelmäßig zu reiten. Bei uns sind es eigentlich nur Frauen, die so etwas machen, und ich muss sagen, es funktioniert ausgesprochen gut.
Zum Zweiten sind da jene älteren Frauen, oder die mittleren Alters, aus begüterten Familien oder mit entsprechenden Ehemännern, die nicht nur die finanziellen Mittel, sondern auch ausreichend Freizeit haben, um sich ausgiebig ihrem Hobby widmen zu können. Drittens gibt es dann noch die Mädchen und jungen Frauen aus reichem Hause, denen die Eltern ein Pferd gekauft haben. Für sie ist es aber oft mehr ein elitäres Vergnügen, um sich von anderen abzugrenzen, und unter sich sein zu können. Für die Arbeit mit den Tieren sind sie sich oft zu fein, und einige sind dabei recht überheblich, sodass sie einen kaum mit dem Hintern ansehen. Das ist glücklicherweise jedoch die Ausnahme.
Die allermeisten Frauen sind wirklich nett und sympathisch, zumal sie wissen, dass ihre Pferde bei uns bestens versorgt sind, und ich immer gerne mit Rat und Tat zur Seite stehe. Das gemeinsame Interesse an der Reiterei verbindet. Oft fachsimpel ich mit der ein oder anderen Kundin, denn es gibt immer etwas zu reden.
Ein flottes Töchterchen
Auf dem Reiterhof - Teil 1
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Ein flottes Töchterchen
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