Wenn man sich dann schon Jahre kennt, spricht man zwangsläufig auch über Privates, den Urlaub, oder besondere Ereignisse seit dem letzten Treffen. Ja, es geht bei uns trotz der Größe, familiär und persönlich zu. Auch das schätze ich an meiner Stelle hier.
Dabei habe ich festgestellt, dass Reiten viele Frauen wuschig, spitz oder scharf macht, wie immer man es auch nennen möchte. Es hört sich wie ein Klischee an, und es trifft natürlich nicht auf alle Frauen zu, aber nach meiner Erfahrung doch auf viele. Weshalb das so ist? Ich weiß es nicht. Vielleicht, weil die Arbeit mit den Tieren, gerade in unserer technisierten Welt, immer noch etwas vom ursprünglichen Landleben vermittelt. Vielleicht, weil man die Kraft und Energie eines Pferdes direkt spüren kann. Vielleicht, weil Hengste eben das Synonym für eine potente, gut bestückte Männlichkeit sind. Vielleicht, weil bei einer Frau, die breitbeinig im Sattel sitzt, ihre Muschi nur durch den festen Stoff der Reithose getrennt, auf dem harten Leder reibt und jede Bewegung sich direkt auf das Zentrum ihrer Weiblichkeit überträgt.
Und vielleicht bin auch ich nicht ganz unschuldig daran, scheine ich doch dem Stereotyp des kernigen Stallburschen zu entsprechen. Meine Größe von fast eins neunzig habe ich von meinem deutschen Vater geerbt, die fast schwarzen, gewellten Haare, den dunklen Teint und die braunen Augen von meiner spanischen Mutter. Da ich meine Haare länger trage, und dazu noch einen Dreitagebart habe, gibt mir das vielleicht ein etwas verwegenes Aussehen. Dazu kommt noch, dass ich nicht nur durch meine Arbeit, sondern auch durch meinen Sport, eine durchtrainierte Figur habe, wenn ich auch weit davon entfernt bin, ein Modellathlet zu sein. Trotzdem scheine ich Sehnsüchte bei manchen Reiterinnen zu wecken.
Ein flottes Töchterchen
Auf dem Reiterhof - Teil 1
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Ein flottes Töchterchen
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