Mehr als Händchenhalten, innige Blicke, und einen heißen Kuss zwischen Verliebten oder zwei, die einfach nur scharf aufeinander sind, habe ich bisher allerdings kaum mitbekommen.
Dann kommt der Frühling, in dem die Ereignisse ihren Lauf nehmen, und auch ich mich dem Strudel der Ereignisse nicht mehr entziehen kann. Das Ganze fängt recht harmlos an, als ich an einem späteren Montagabend von einem Treffen mit Freunden zurückkehre. Es ist bereits dunkel, als ich gemütlich vom Parkplatz zu meiner Wohnung schlendere. Dabei fällt mir auf, dass in der Stallung noch die Gangbeleuchtung eingeschaltet ist. Also schaue ich erst einmal nach, ob jemand vergessen hat, das Licht auszuschalten, oder ob etwas nicht in Ordnung ist. Als ich den Stall betrete, sehe ich niemanden, aber höre leise Stimmen aus dem Hintergrund. Verwundert gehe ich dem nach, bis ich vor dem Heu- und Strohlager stehe. Die Stimmen kommen vom Dachboden, wo ein Teil des Heus gelagert ist. Kopfschüttelnd steige ich die Leiter hoch, bleibe aber instinktiv stehen, bevor ich den Dachboden überblicken kann. Ich sehe zwar nichts, aber von dem, was ich höre, bekomme ich glatt rote Ohren.
„Komm, mach deine Hose auf und hol‘ deinen Schwanz raus. … Schau mal, was hier auf ihn wartet“, ist es eindeutig die Stimme der vierundzwanzigjährigen Tochter der Gestütsbesitzer, die in meine Ohren dringt.
„Geiles Biest“, raunt eine männliche Stimme, die ich ihrem Freund Yannik zuordne, mit dem sie seit zwei Jahren zusammen ist. Katharina, wer auch sonst kann es sein. Sie ist eine charmante, intelligente und verantwortungsbewusste junge Frau, die es aber faustdick hinter den Ohren hat. Dazu kommt ihre ausgesprochene Attraktivität, deren sie sich sehr wohl bewusst ist.
Ein flottes Töchterchen
Auf dem Reiterhof - Teil 1
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Ein flottes Töchterchen
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