Ein flottes Töchterchen

Auf dem Reiterhof - Teil 1

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Ein flottes Töchterchen

Ein flottes Töchterchen

Alnonymus

Ich weiß, viele Menschen können mit Pferden nichts anfangen, und die Tiere sind ihnen suspekt. Bei mir ist es gerade das Gegenteil, und ich konnte meine Leidenschaft sogar zum Beruf machen. Als Pferdepfleger habe ich mich von Anfang an weitergebildet, zumal ich ein Händchen für die Tiere habe. Inzwischen bin ich mit meinen knapp dreißig Jahren nicht nur Pferdewirtschaftsmeister, wie es sich offiziell nennt, sondern besitze auch Kenntnisse in der Physiotherapie bei Pferden. Außerdem bin ich Reitlehrer, der sich auf Westernreiten spezialisiert hat. Durch meine Ausbildungen habe ich bereits vor einigen Jahren eine Stelle als Stallmeister in einem größeren Gestüt am Rande einer Großstadt antreten können. Trotz der Nähe zur Stadt ist hier in der Gegend alles ländlich geprägt, zumal zum Gestüt ausgedehnte Ländereien und sogar ein kleiner Wald gehören. Dabei liegt der Hof in der Nähe mehrerer gut frequentierter Wander-, Fahrrad- und Reitwege.

Die Eigentümer wohnen mit ihren beiden erwachsenen Kindern, zwanzig und vierundzwanzig Jahre alt, im Haupthaus. Sie sind die besten Chefs, die man sich wünschen kann. Fast gehöre ich schon zur Familie. Im Nebengebäude ist ein kleines Hotel untergebracht, das von März bis Oktober geöffnet hat. In diesem Zeitraum kann man Ferien auf dem Reiterhof buchen, natürlich mit entsprechenden Veranstaltungen, Ausritten und Ausflügen. Ein Angebot, das wirklich gut angenommen wird. Dazu gehört auch das im Erdgeschoss untergebrachte Café, das bekannt für den selbst gebackenen Kuchen ist. Hierher kommen auch viele Nichtreiter, die einen Abstecher von den Wanderwegen machen oder sogar aus der näheren Umgebung anreisen.

Natürlich besitzen die Eigentümer mehrere eigene Pferde, mit denen sie eine erfolgreiche kleine Zucht betreiben.

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