Gloria rechnete nicht damit, dass es zwischen ihr und Nina noch einmal zu einem sexuellen Abenteuer kommen würde. Aber nur sie noch einmal zu sehen, ein wenig Zeit mit ihr zu verbringen, ganz unverfänglich, ihre einzigartige Ausstrahlung auf sich wirken zu lassen, das alleine würde ihr gut tun, sie glücklich machen.
Spontan beschloss sie, Nina eine E-Mail zu schreiben. Sie erzählte, wie es ihr ergangen war und von ihrer Beziehung zu Hanna, ganz unverfänglich, ohne auf Hannas teils schwierigen Charakter einzugehen. Ob sie sich nicht noch einmal irgendwo treffen könnten, tagsüber? Sie kenne da ein nettes Café; gerne könne Nina ihrerseits auch etwas vorschlagen. Sie würde sich sehr freuen, wenn sie sich noch einmal sehen könnten.
Zu Glorias Verblüffung kam die Antwort nach wenigen Minuten: Ja, unbedingt, sie hätten sich doch so lange nicht mehr gesehen, sie dächte doch so oft an Gloria und wollte sie auf jeden Fall bald wieder treffen.
Schon bald hatten Gloria und Nina Tag und Treffpunkt ausgemacht. Auch Nina arbeitete zuweilen daheim, und siehe da: Schon am nächsten Tag würde es gehen; kein Problem, um 11 im Bistro, das Gloria vorgeschlagen hatte. „Du glaubst gar nicht, wie sehr ich mich freue, dass wir uns wiedersehen!!!“, schrieb sie Nina, und von ihr kam eine ähnlich enthusiastische Nachricht zurück: „Ich kann es kaum erwarten, dich wieder zu sehen. Ich zähle die Stunden bis morgen um 11!!“.
Gloria schlief schlecht in jener Nacht. Die Vorfreude auf das ersehnte Treffen mit Nina dominierte ihre Gedanken und Gefühle. Sogar Hanna fiel auf, dass irgendetwas anders war als sonst. Als sie am Abend zusammen aneinandergekuschelt auf der Couch lagen und sich gegenseitig ihre Füße massierten, sprach sie sie direkt an: „Schatz, was ist los mit dir? Du wirkst irgendwie so abwesend heute.
Ein geheimes Rendezvous
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