Vielleicht würde sich ja heute ja doch irgendwie bereits die Gelegenheit dazu ergeben. Und beim Gedanken daran, vielleicht sogar wieder eine Strumpfhose von Nina ergattern zu können, verlor sie im Auto auf dem Weg zum Rendezvous gar beinahe die Beherrschung und merkte, wie feucht sie mit einem Mal zwischen den Beinen wurde.
Nina hatte es ihrerseits kaum erwarten zu können, loszufahren und war schon zehn Minuten vor elf Uhr im Bistro, wo sie Gloria sehnsüchtig erwartete. Sie wagte es kaum, ihren sehnlichen Wünschen, ihren intensiven Gefühlen Raum zu geben oder sie in Worte zu fassen. Nein, Gloria lebte in einer glücklichen Beziehung mit einer hübschen Frau, bei der sie erotisch voll und ganz auf ihre Kosten kam. Sicherlich würde sie sich freuen, Nina noch einmal zu sehen. Nett mir ihr zu plaudern, Neuigkeiten auszutauschen und, wer weiß, ein Treffen zu zweit oder dritt vorzuschlagen, entweder bei den beiden zuhause oder bei Nina. Schon die Aussicht darauf, dass es dazu kommen könnte, beschwingte Nina außerordentlich und erweckte in ihr leise Glücksgefühle. Aber weitergehende Erwartungen an ihr Treffen wagte sie nicht zu haben, da war sie ganz Realistin. Schade, sie hätte sich soviel mehr gewünscht, aber nein, sie glaubte nicht an das, was sie insgeheim so sehr ersehnte.
Nina schlug sich die Zeit bis zu Glorias Erscheinen tot, indem sie die Karte des Bistros studierte. Sie hatte nun schon gefühlt zum vierzehnten Mal die Liste aller Kaffeespezialitäten durchgelesen, als sich plötzlich die Tür öffnete und Gloria mit einem Mal im Eingang stand. Hätte sie sich schon für einen Kaffee entschieden und gerade die Tasse in der Hand gehalten, wäre sie ihr womöglich aus der Hand gefallen, so maßlos beeindruckt war Nina von dem Anblick, der sich ihr bot.
Ein geheimes Rendezvous
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