„Übrigens, wenn Rosi dich mal nicht mehr will, darfst du gerne bei mir anklopfen“, wendet sich Hanna unverhohlen an mich. „Oder bei mir“, bietet Silke lächelnd, und nicht weniger ernst gemeint, an. Trotzdem bekommen beide von ihrer Freundin einen kräftigen Knuff in die Seite. Dazu fällt mir außer einem Kopfschütteln nichts mehr ein. „Na sagt mal, was soll Helmut von euch denken?“, schüttelt Rosi den Kopf, bevor sie ihr Cocktailglas in die Rechte nimmt. Mit der freien Hand fasst sie meine Linke. „Die beiden benehmen sich echt unmöglich“, wendet sie sich an mich, „komm, zeig mir lieber den Sonnenuntergang, der wartet schließlich nicht auf uns.“ Bevor sie mich mit sich zieht, hält Silke mich noch kurz zurück. „Mach dir übrigens keine Gedanken, wenn du sie uns entführst. Ich hab’ sie schon lange nicht mehr so glücklich gesehen. … Und wir beide kommen in den nächsten Tagen auch gut alleine zurecht.“ „Danke“, antworte ich, bevor ich mich grinsend an Rosemarie wende, „siehst du, jetzt habe ich sogar die Erlaubnis deiner Freundinnen.“
„Aber eins noch“, kommt es augenblicklich von Hanna hinterher, „solltest du ihr jemals wehtun, wie einige andere Typen in ihrem Leben. … Dann besuchen Silke und ich dich mal, … und das willst du mit Sicherheit nicht erleben. … Alles klar?“ Na, das nenne ich mal eine Ansage. „Keine Angst, ich hab’ noch nie einer Frau wehgetan“, versuche ich, die beiden zu beruhigen, „und bei einem so zauberhaften Wesen fange ich bestimmt nicht damit an.“ „Wir wollten's ja nur gesagt haben“, höre ich noch Hannas Stimme, denn inzwischen hat mich Rosi einfach mit sich gezogen. „Du hast echt tolle Freundinnen“, stelle ich fest, als wir vor dem Fahrstuhl warten. „Ich weiß“, nickt die Frau neben mir, „auch wenn sie manchmal etwas albern sind.
Ein gelungener Plan
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