Ein gelungener Plan

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Ein gelungener Plan

Ein gelungener Plan

Alnonymus

Durch die salzige Seeluft und den Sand fühle ich mich irgendwie klebrig, und so dusche ich erst einmal, bevor ich zum Essen gehe. Im Restaurant setze ich mich weit hinten an einen kleinen Tisch. Zum einen will ich Robert nicht begegnen, zum anderen will ich mich aber auch Rosi und ihren Freundinnen nicht aufdrängen. Rosemarie sieht wieder toll aus. Das schlichte, wadenlange, lindgrüne Leinenkleid steht ihr fantastisch. Obenherum ist es figurbetont, unten umschmeichelt der weit geschnittene Stoff ihre schönen Beine.

Nach dem Essen gehe ich kurz in mein Zimmer, denn für die Bar ist es noch etwas früh. Als ich wenig später dort ankomme, sitzt Rosi mit ihren beiden Freundinnen am Tresen. Alle drei haben einen Cocktail in der Hand, und so bestelle auch ich erst einmal einen Sex on the Beach. Hanna und Silke scheinen mich mit ihren Blicken geradezu durchdringen, oder besser gesagt, sezieren zu wollen, so unverhohlen beobachten sie mich, während ich auf sie zugehe. „Hallo“, grüße ich freundlich. „Hallo“, kommt es mehrstimmig zurück. „Du bist also dieses Wundertier“, betrachtet Hanna mich immer noch eingehend. „Wundertier?“, echo ich, „was hat Rosi denn über mich erzählt?“ „Erzählt hat sie nichts. … Sie konnten gar nicht mehr aufhören, von dir zu schwärmen, schlimmer als ein Teenager. … So hat sie noch nie über einen Mann geredet, und wir kennen sie immerhin schon seit dem Sandkasten.“ „Das stimmt überhaupt nicht, ich hab’ nicht geschwärmt, und auch nichts erzählt“, protestiert Rosemarie sofort. „Aber wie du nichts erzählt hast, … allein davon konnte einem ja schon fast kribbelig werden“, wendet sich nun Silke mit einem hintergründigen Lächeln an ihre Freundin.

„Ihr seid echt alberne Gänse“, stellt Rosemarie nur fest. Ich kann mir ein Lachen nicht mehr verkneifen, die drei sind wohl wirklich eng befreundet.

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