„Wir werden es einmal versuchen, ich werde sehr rücksichtsvoll sein, wenn Sie das Wort „Jade“ sagen, höre ich sofort auf und Sie werden wieder in Ihr Zimmer zurückgebracht. Vertrauen Sie mir?“
Ich konnte durch den schmalen Spalt in seiner Kopfbedeckung dunkle fragende Augen sehen.
Ich nickte.
Er richtete sich auf und machte eine einladende Bewegung in Richtung des schwarzen Bettes. Mit einer langsamen Bewegung nahm er mir den Kimono von den Schultern und ich legte mich auf das Bett. Es kam mir gar nicht in den Sinn, dass ich nun völlig nackt vor ihm lag. Er berührte meine Schultern und drehte mich auf den Bauch. Rechts und links des Bettrahmens befanden sich weiche Schlaufen, die er mir über die Hände zog und dann mit einer raschen Bewegung festzog. In diesem Moment erst wurde mir bewusst, dass ich nun nackt und völlig ausgeliefert dalag. Sollte ich das erlösende Wort sagen? Doch meine Neugierde überwog und ich beschloss, einmal abzuwarten.
Ich konnte nun nur in eine Richtung schauen und konnte nicht sehen, was hinter mir geschah und da passierte das wohl nicht ganz Unerwartete, aber deswegen nicht minder Erschreckende.
Ein kaum wahrnehmbares Geräusch war in der Luft, ein kurzes Pfeifen wurde hörbar und die Gerte fand ihr Ziel. Mein Atem stockte, der Schmerz bahnte sich seinen Weg. Er fraß sich rasend schnell durch den Körper, scharf und beißend, erreichte in mehreren Wellen das Gehirn und begann sich dort auszubreiten, explodierte und floss wieder zurück. Vom Moment an, wo die Gerte das anvisierte Ziel erreichte, den Schmerz durch meinen Körper jagte, bis zum befreienden Schrei vergingen nur Sekundenbruchteile, eine kleine Ewigkeit. Nun wütete er, zerriss meine Nerven, jagte Signale durch den Körper, ließ ihn sich aufbäumen und alles rundherum vergessen.
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