Ein heimlicher Freund

Sophie, Tochter des Bojaren

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Ein heimlicher Freund

Ein heimlicher Freund

Andreas

Katharinas flammender Teint verriet alles, machte jedes weitere Detail überflüssig. Kasimir fühlte den unbändigen Wunsch, den Fürsten auf der Stelle niederstrecken zu wollen. Er hielt sich zurück, einzig aus Liebe zu seiner Familie. Der Fürst verhöhnte ihn weiter, setzte die schmähliche Rede fort.
„…werter Bojar, hört mir gut zu! Eure Frau bekam von mir das, was Ihr viel zu lange versäumt habt.
Seht mich doch nicht so entgeistert an, als könntet Ihr es Euch nicht denken. Wie behandelt man denn solche Rebellinnen? Ich werde es Euch sagen: sie kriegen es auf den Hintern, und der besseren Wirkung wegen auf den bloßgelegten. Oh la la, das war ein grandioses Spektakel, das Eure Katja bot…“ Der Bojar stürzte sich auf den Fürsten, war dabei ihm den Hals umzudrehen. Igor hielt ihn davon ab, indem er seine mächtigen Arme um den Brustkorb des Angreifers legte.

„Macht keinen Fehler, den ihr später bereuen werdet! Denkt an Eure Frau und an Sophie!“, raunte er dem Bojaren zu. Kasimir beruhigte sich, wusste ja, dass der Mann leider recht hatte. Resigniert setzte er sich neben Katharina, die betroffen zu Boden schaute. Der Fürst erregte sich an seinem Triumph, dem er nun die Krone aufsetzte. Igors Stärke im Rücken wissend, überschritt er auch die letzte Grenzlinie. Der Bojar sollte büßen, indem Katharina vor seinen Augen gezüchtigt wurde. Der Fürst schrie fast, war voller Hass. Seine Stimme überschlug sich, als er das Unfassbare aussprach:

„Ich werde Eurer Katja hier und jetzt den Arsch wärmen, mein Herr! Solltet Ihr Euch dagegen auflehnen, werde ich sie und auch Eure Tochter öffentlich auspeitschen lassen! Also, was ist nun?“

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