Ein typisches Battlefield: Cem möchte lieber ganz dunkel schlafen, ich brauche Licht zur Orientierung und würde gerne von der Sonne geweckt werden. Nach zähen Verhandlungen haben wir uns auf exakt sieben offene Ritzen geeinigt.
Aber weder das Licht noch die Vögel sind der Grund dafür, dass ich nicht mehr schlafen kann. Ich bin aufgeregt! Ich habe Schmetterlinge im Bauch, fühle mich ein wenig wie vor einer wichtigen Prüfung, für die ich nicht genug gelernt habe. Cem pennt noch tief und fest. Er liegt flach auf dem Rücken und schnarcht leise. Sein Schwengel dagegen ist schon aufgestanden. Cem hat im Schlaf die Bettdecke weggestrampelt, und so habe ich einen perfekten Blick auf das Zelt, das er aus seinen Boxershorts gebaut hat.
Zu meiner Nervosität gesellt sich noch ein ganz anderes Gefühl: Erregung. Ich spüre tatsächlich Lust. Meine Pussy ist schon viel wacher als ich und sabbert leicht vor sich hin. Denn was wir vorhaben, ist ja einer meiner geheimen sexuellen Träume. Aber unterscheiden Fantasien sich von Wünschen nicht genau dadurch, dass sie nicht ausgelebt werden wollen? Wünsche möchte man in die Tat umsetzen, Fantasien will man für sich behalten. Meine Fantasie scheint das nicht zu wissen und klopft ziemlich lautstark an die Tür zur Realität.
Ich schaue auf Cems Ständer und beginne, mir vorzustellen, wie der Tag jetzt konkret verlaufen wird. Erst mal duschen und vielleicht schon ein wenig rummachen, um die Stimmung weiter anzufachen. Danach ein kurzes Frühstück und ab ins Auto. Die Fahrt nach Dahn dauert etwas mehr als eine Dreiviertelstunde. Währenddessen hören wir uns einen Sexpodcast an. Oder ein erotisches Hörbuch. Danach kurz in den Edeka, ein paar belegte Brote, süße Teilchen und reichlich Wasser besorgen, und los geht’s.
Ein heißer Tag im Wald
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Ein heißer Tag im Wald
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Vertane Chancen
schreibt Lenni_D._Blixen