Ein heißer Tag im Wald

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Ein heißer Tag im Wald

Ein heißer Tag im Wald

Alina Soleil

Wir sollten uns das für später aufsparen.

Nach einem knappen Frühstück und einer ereignislosen Autofahrt biegen wir auf den Parkplatz beim Edeka in Dahn ab. Als ich aus dem klimatisierten Auto aussteige, schlägt mir die sommerliche Hitze entgegen. Also ausreichend Trinken mitnehmen! Wir haben nur einen Rucksack dabei, und so muss leider mein Liebster all die Sachen schleppen, die wir im Supermarkt gekauft haben.

Endlich sind wir auf unserer Route. Die führt zunächst durch den Ort. Dahn hat einige Geschäfte entlang der Hauptstraße, ein paar Cafés, eine Eisdiele, es herrscht das übliche geschäftige Treiben eines normalen Wochentags. Wenn die Leute wüssten, dass ich kein Höschen anhabe, geht es mir durch den Kopf und ich spüre, wie meine Wangen rot werden. Und meine Muschi feucht.

Nach einer Weile kommen wir zum Jungfernsprung. Den lassen wir aber rechts liegen und biegen in die Außermühlstraße ab. Wir überqueren die Wieslauter und verlassen den Ort über die Schillerstraße. Wie erwartet ist hier kaum noch jemand unterwegs. Später haben wir dann den Waldweg für uns allein.

Unsere erste Station, bei der wir einen Versuch starten wollen, ist die Burg Neudahn. Ich erinnere mich von Ausflügen in meiner Jugend, dass es dort noch intakte Gemäuer und gute Versteckmöglichkeiten gibt. Die Burg stammt aus dem 13. Jahrhundert, hat große, runde Wehrtürme und dicke Mauern, in denen es Nischen, Erker, ganze Räume und Keller gibt. Dort ist es leider dunkel und muffig. Und stinkt nach Urin. Nicht so geil.

Wir klettern über Treppen und Leitern in die obere Etage der Ruine. Die Burg ist komplett in unserer Hand, lediglich ein paar Eidechsen leisten uns Gesellschaft. Im Obergeschoss stehen Mauerfragmente mit komplett erhaltenen Fensterrahmen, durch die man einen fantastischen Blick über die Baumwipfel des gegenüberliegenden Waldstücks hat.

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Vertane Chancen

schreibt Lenni_D._Blixen

Hallo Alina, tolle Geschichte! Ich liebe die Pfalz, fahre seit über 20 Jahren dahin, meist nach Rhodt oder Edenkoben. Von da aus Touren in den Pfälzer Wald, leider nur zu Weinprobe und Saumagen. Zum Vögeln eher weniger.😭 Also: Vertane Chancen Und der Elwetritsche-Brunnen in Neustadt ist auch ein Begriff. Jedenfalls hast Du toll recherchiert oder womöglich selbst erlebt. Der Geist ist frei, zu erahnen, WAS 😊 Jaaa, die verpassten Chancen im Allgemein und im Besonderen beim Thema Nr.1. Da ist es hier auf Erozuna eine prima Möglichkeit, den versäumten Chancen nachzutrauern und sie zum Ausdruck zu bringen. Leider ist aus Eurem Schäferstündchen im Pälzer Wald nix geworden – bis jetzt jedenfalls. Ich bin sicher, ich bin nicht der Einzige, der Euch ein scharfes, spritziges Stelldichein gönnt, was Du uns sicherlich in einer Fortsetzung berichten wirst. Übrigens, total wichtig: Bei langen Wanderungen im Sommer ausreichend viel trinken... das muss aber auch raus, aus einsamen Burgfenstern z. B. . Früher wurden dadurch ja auch die Nachtgeschirre entleert. Warum also jetzt nicht direkt ab Quelle? Nur mal so als Anregung. 😉 Werde ich demnächst in einer meiner Geschichten hier auf Erozuna thematisieren. Anregungen, Wünsche und Ideen willkommen. Interessant fände ich auch eine Geschichte, die von mehreren Autoren geschrieben würde. Zwar immer als eigene Geschichte, aber anknüpfend an die des Co-Autors. Nur mal so. Herzliche Grüße Lenard D. Blixen

Gedichte auf den Leib geschrieben