Wir sollten uns das für später aufsparen.
Nach einem knappen Frühstück und einer ereignislosen Autofahrt biegen wir auf den Parkplatz beim Edeka in Dahn ab. Als ich aus dem klimatisierten Auto aussteige, schlägt mir die sommerliche Hitze entgegen. Also ausreichend Trinken mitnehmen! Wir haben nur einen Rucksack dabei, und so muss leider mein Liebster all die Sachen schleppen, die wir im Supermarkt gekauft haben.
Endlich sind wir auf unserer Route. Die führt zunächst durch den Ort. Dahn hat einige Geschäfte entlang der Hauptstraße, ein paar Cafés, eine Eisdiele, es herrscht das übliche geschäftige Treiben eines normalen Wochentags. Wenn die Leute wüssten, dass ich kein Höschen anhabe, geht es mir durch den Kopf und ich spüre, wie meine Wangen rot werden. Und meine Muschi feucht.
Nach einer Weile kommen wir zum Jungfernsprung. Den lassen wir aber rechts liegen und biegen in die Außermühlstraße ab. Wir überqueren die Wieslauter und verlassen den Ort über die Schillerstraße. Wie erwartet ist hier kaum noch jemand unterwegs. Später haben wir dann den Waldweg für uns allein.
Unsere erste Station, bei der wir einen Versuch starten wollen, ist die Burg Neudahn. Ich erinnere mich von Ausflügen in meiner Jugend, dass es dort noch intakte Gemäuer und gute Versteckmöglichkeiten gibt. Die Burg stammt aus dem 13. Jahrhundert, hat große, runde Wehrtürme und dicke Mauern, in denen es Nischen, Erker, ganze Räume und Keller gibt. Dort ist es leider dunkel und muffig. Und stinkt nach Urin. Nicht so geil.
Wir klettern über Treppen und Leitern in die obere Etage der Ruine. Die Burg ist komplett in unserer Hand, lediglich ein paar Eidechsen leisten uns Gesellschaft. Im Obergeschoss stehen Mauerfragmente mit komplett erhaltenen Fensterrahmen, durch die man einen fantastischen Blick über die Baumwipfel des gegenüberliegenden Waldstücks hat.
Ein heißer Tag im Wald
8 12-19 Minuten 1 Kommentar
Ein heißer Tag im Wald
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Vertane Chancen
schreibt Lenni_D._Blixen