Cem nimmt meine Hand und wir steuern ein solches Fenster an. Die Sonne hat hier den ganzen Morgen angelegen, hat die roten Sandsteine aufgeheizt, die jetzt ihre Wärme wieder abgeben. Cem nimmt mich in den Arm und küsst mich. Dann dreht er mich wortlos zum offenen Fenster um, sodass ich mich mit beiden Händen auf dem Sims abstützen muss. Er stellt sich hinter mich, streichelt meinen Po. Mir ist absolut klar, was er vorhat.
„Cem, ich weiß nicht...“
Er schiebt langsam meinen Minirock nach oben, ich spüre Sonne und warme Luft auf meinem Hintern.
„Cehem“ nöle ich und winde mich etwas, schiebe meinen Rock wieder zurück.
„Alles klar, Darling“, sagt er und lässt von mir ab. „Kein Stress! Wir finden ganz sicher ein Plätzchen, wo es besser passt.”
Ich drehe mich um und schaue ihn mit einem Blick an, der ‚Entschuldigung‘ sagen soll. Cem küsst mich auf den Mund, umfasst meine Taille und sagt nur: „Ich liebe dich.“ Ich lächle ihm zu und habe ein bisschen ein schlechtes Gewissen.
Wir nehmen beide ein paar kräftige Schlucke aus unseren Trinkflaschen und verlassen die Burg wieder. Weiter geht es durch den Wald zum sogenannten Satansbrocken, ein langgestreckter Sandsteinfelsen, nicht sehr hoch, vielleicht zehn Meter oder so. Die Idee ist, dass wir uns auf die Rückseite des Felsen verziehen und es dort versuchen. Etwa auf halber Höhe stehen zwei Bäume ziemlich eng an der Felswand, sie würden uns ein bisschen Sichtschutz in die Richtung bieten, aus der wir gekommen sind.
Aber hinter dem Felsen ist wegen der vielen, hohen Bäume selbst jetzt, im Hochsommer, ein wenig modrig, am Felsen wachsen Moose und Flechten. Ich müsste mich nach vorne beugen, die Hände an der grünspanigen Felswand, während Cem mich von hinten nähme. Irgendwie ist das gar nicht lauschig und einladend.
Ein heißer Tag im Wald
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Ein heißer Tag im Wald
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Vertane Chancen
schreibt Lenni_D._Blixen