Ein heißer Tag im Wald

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Ein heißer Tag im Wald

Ein heißer Tag im Wald

Alina Soleil

Cem nimmt meine Hand und wir steuern ein solches Fenster an. Die Sonne hat hier den ganzen Morgen angelegen, hat die roten Sandsteine aufgeheizt, die jetzt ihre Wärme wieder abgeben. Cem nimmt mich in den Arm und küsst mich. Dann dreht er mich wortlos zum offenen Fenster um, sodass ich mich mit beiden Händen auf dem Sims abstützen muss. Er stellt sich hinter mich, streichelt meinen Po. Mir ist absolut klar, was er vorhat.
„Cem, ich weiß nicht...“
Er schiebt langsam meinen Minirock nach oben, ich spüre Sonne und warme Luft auf meinem Hintern.
„Cehem“ nöle ich und winde mich etwas, schiebe meinen Rock wieder zurück.
„Alles klar, Darling“, sagt er und lässt von mir ab. „Kein Stress! Wir finden ganz sicher ein Plätzchen, wo es besser passt.”
Ich drehe mich um und schaue ihn mit einem Blick an, der ‚Entschuldigung‘ sagen soll. Cem küsst mich auf den Mund, umfasst meine Taille und sagt nur: „Ich liebe dich.“ Ich lächle ihm zu und habe ein bisschen ein schlechtes Gewissen.

Wir nehmen beide ein paar kräftige Schlucke aus unseren Trinkflaschen und verlassen die Burg wieder. Weiter geht es durch den Wald zum sogenannten Satansbrocken, ein langgestreckter Sandsteinfelsen, nicht sehr hoch, vielleicht zehn Meter oder so. Die Idee ist, dass wir uns auf die Rückseite des Felsen verziehen und es dort versuchen. Etwa auf halber Höhe stehen zwei Bäume ziemlich eng an der Felswand, sie würden uns ein bisschen Sichtschutz in die Richtung bieten, aus der wir gekommen sind.

Aber hinter dem Felsen ist wegen der vielen, hohen Bäume selbst jetzt, im Hochsommer, ein wenig modrig, am Felsen wachsen Moose und Flechten. Ich müsste mich nach vorne beugen, die Hände an der grünspanigen Felswand, während Cem mich von hinten nähme. Irgendwie ist das gar nicht lauschig und einladend.

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Vertane Chancen

schreibt Lenni_D._Blixen

Hallo Alina, tolle Geschichte! Ich liebe die Pfalz, fahre seit über 20 Jahren dahin, meist nach Rhodt oder Edenkoben. Von da aus Touren in den Pfälzer Wald, leider nur zu Weinprobe und Saumagen. Zum Vögeln eher weniger.😭 Also: Vertane Chancen Und der Elwetritsche-Brunnen in Neustadt ist auch ein Begriff. Jedenfalls hast Du toll recherchiert oder womöglich selbst erlebt. Der Geist ist frei, zu erahnen, WAS 😊 Jaaa, die verpassten Chancen im Allgemein und im Besonderen beim Thema Nr.1. Da ist es hier auf Erozuna eine prima Möglichkeit, den versäumten Chancen nachzutrauern und sie zum Ausdruck zu bringen. Leider ist aus Eurem Schäferstündchen im Pälzer Wald nix geworden – bis jetzt jedenfalls. Ich bin sicher, ich bin nicht der Einzige, der Euch ein scharfes, spritziges Stelldichein gönnt, was Du uns sicherlich in einer Fortsetzung berichten wirst. Übrigens, total wichtig: Bei langen Wanderungen im Sommer ausreichend viel trinken... das muss aber auch raus, aus einsamen Burgfenstern z. B. . Früher wurden dadurch ja auch die Nachtgeschirre entleert. Warum also jetzt nicht direkt ab Quelle? Nur mal so als Anregung. 😉 Werde ich demnächst in einer meiner Geschichten hier auf Erozuna thematisieren. Anregungen, Wünsche und Ideen willkommen. Interessant fände ich auch eine Geschichte, die von mehreren Autoren geschrieben würde. Zwar immer als eigene Geschichte, aber anknüpfend an die des Co-Autors. Nur mal so. Herzliche Grüße Lenard D. Blixen

Gedichte auf den Leib geschrieben