Ein heißer Tag im Wald

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Ein heißer Tag im Wald

Ein heißer Tag im Wald

Alina Soleil

Weder Cem noch ich machen Anstalten, es daher wirklich zu probieren und gehen unverrichteter Dinge weiter, umrunden den Felsen einmal komplett und sind schließlich wieder zurück auf unserem Wanderweg. Der führt uns an den Moosbach, ein – wie der Name schon sagt – schattiger, moosiger Bachlauf. Schließlich erreichen wir zwei nah beieinanderliegende kleine Weiher, die mit Seerosen überwuchert sind. Eigentlich ein idyllisches Plätzchen. Aber leider ist dort eine Familie mit Buggy und kleinen Kindern und macht ein Picknick.

Also weiter, zu unserem nächsten Anlauf: dem Elwetritschenfelsen. Das ist ein schmaler, zerklüfteter Sandsteinblock, der aus einem ziemlich steilen Hang herauswächst und an der höchsten Stelle die Baumwipfel überragt. Schwitzend und schnaufend kommen wir oben an. Schöner Ausblick, aber schlecht für Sex im Freien. Ich spüre leichte Frustration bei Cem.
„Hey, das wird schon noch“, versuche ich, seine Stimmung aufzubessern. „Da vorn ist eine Bank, lass uns mal ’ne Pause machen und was essen.“
Nachdem wir uns gestärkt haben, lege ich Cems Hand auf mein Bein. „Du weißt, was Elwetritische sind?“, frage ich ihn.
„Ich vermute, so etwas wie die Wolpteringer in Bayern?“ Cem bewegt seine Hand langsam nach oben.
„Im Prinzip ja“, antworte ich und drehe mich zu ihm hin. „Ich glaube, hinter dir sitzt gerade eins.“
Cem grinst mich schief an und beschäftigt sich weiter mit meinem Oberschenkel.

„Nein, echt, da, direkt hinter dir. Du musst dich ganz vorsichtig umdrehen.“ Ich schiebe seine Hand, die inzwischen gefährlich nahe an meine Muschi gekommen ist, sacht wieder von mir weg. „Aber vorher musst du deine Augen schließen, die sieht man nur mit geschlossenen Augen.“
Cem tut erst etwas genervt, aber mach dann doch die Augen zu. „Halt – nicht bewegen!“, befehle ich kurz.

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Vertane Chancen

schreibt Lenni_D._Blixen

Hallo Alina, tolle Geschichte! Ich liebe die Pfalz, fahre seit über 20 Jahren dahin, meist nach Rhodt oder Edenkoben. Von da aus Touren in den Pfälzer Wald, leider nur zu Weinprobe und Saumagen. Zum Vögeln eher weniger.😭 Also: Vertane Chancen Und der Elwetritsche-Brunnen in Neustadt ist auch ein Begriff. Jedenfalls hast Du toll recherchiert oder womöglich selbst erlebt. Der Geist ist frei, zu erahnen, WAS 😊 Jaaa, die verpassten Chancen im Allgemein und im Besonderen beim Thema Nr.1. Da ist es hier auf Erozuna eine prima Möglichkeit, den versäumten Chancen nachzutrauern und sie zum Ausdruck zu bringen. Leider ist aus Eurem Schäferstündchen im Pälzer Wald nix geworden – bis jetzt jedenfalls. Ich bin sicher, ich bin nicht der Einzige, der Euch ein scharfes, spritziges Stelldichein gönnt, was Du uns sicherlich in einer Fortsetzung berichten wirst. Übrigens, total wichtig: Bei langen Wanderungen im Sommer ausreichend viel trinken... das muss aber auch raus, aus einsamen Burgfenstern z. B. . Früher wurden dadurch ja auch die Nachtgeschirre entleert. Warum also jetzt nicht direkt ab Quelle? Nur mal so als Anregung. 😉 Werde ich demnächst in einer meiner Geschichten hier auf Erozuna thematisieren. Anregungen, Wünsche und Ideen willkommen. Interessant fände ich auch eine Geschichte, die von mehreren Autoren geschrieben würde. Zwar immer als eigene Geschichte, aber anknüpfend an die des Co-Autors. Nur mal so. Herzliche Grüße Lenard D. Blixen

Gedichte auf den Leib geschrieben