Weder Cem noch ich machen Anstalten, es daher wirklich zu probieren und gehen unverrichteter Dinge weiter, umrunden den Felsen einmal komplett und sind schließlich wieder zurück auf unserem Wanderweg. Der führt uns an den Moosbach, ein – wie der Name schon sagt – schattiger, moosiger Bachlauf. Schließlich erreichen wir zwei nah beieinanderliegende kleine Weiher, die mit Seerosen überwuchert sind. Eigentlich ein idyllisches Plätzchen. Aber leider ist dort eine Familie mit Buggy und kleinen Kindern und macht ein Picknick.
Also weiter, zu unserem nächsten Anlauf: dem Elwetritschenfelsen. Das ist ein schmaler, zerklüfteter Sandsteinblock, der aus einem ziemlich steilen Hang herauswächst und an der höchsten Stelle die Baumwipfel überragt. Schwitzend und schnaufend kommen wir oben an. Schöner Ausblick, aber schlecht für Sex im Freien. Ich spüre leichte Frustration bei Cem.
„Hey, das wird schon noch“, versuche ich, seine Stimmung aufzubessern. „Da vorn ist eine Bank, lass uns mal ’ne Pause machen und was essen.“
Nachdem wir uns gestärkt haben, lege ich Cems Hand auf mein Bein. „Du weißt, was Elwetritische sind?“, frage ich ihn.
„Ich vermute, so etwas wie die Wolpteringer in Bayern?“ Cem bewegt seine Hand langsam nach oben.
„Im Prinzip ja“, antworte ich und drehe mich zu ihm hin. „Ich glaube, hinter dir sitzt gerade eins.“
Cem grinst mich schief an und beschäftigt sich weiter mit meinem Oberschenkel.
„Nein, echt, da, direkt hinter dir. Du musst dich ganz vorsichtig umdrehen.“ Ich schiebe seine Hand, die inzwischen gefährlich nahe an meine Muschi gekommen ist, sacht wieder von mir weg. „Aber vorher musst du deine Augen schließen, die sieht man nur mit geschlossenen Augen.“
Cem tut erst etwas genervt, aber mach dann doch die Augen zu. „Halt – nicht bewegen!“, befehle ich kurz.
Ein heißer Tag im Wald
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Ein heißer Tag im Wald
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Vertane Chancen
schreibt Lenni_D._Blixen