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„Du hast also abgelehnt…” wiederholte sich Martin nun schon zum zweiten Mal. Nach ihrem Geständnis wurde Liv von ihrem Mann in ihr Spielzimmer entführt. Olivia war sich sicher, dass Martin ihr zeigen wollte, wie glücklich er über ihre Entscheidung war.
Liv sollte sich so wie sie war, komplett in Uniform aber ohne Schuhe, auf das stabile Metallbett legen.
„Was er wohl vorhat?“ Olivia lächelte gespannt in sich hinein und streckte sich.
„…ohne mich zu fragen!“ brabbelte Martin so vor sich hin. Aus dem Schub hatte er die Kerzen samt Streichhölzer herausgenommen, was Olivia aber nicht sehen konnte. Er schaute seine Frau eindringlich an und fragte: „Du wirst mir doch heute auch einen Wunsch erfüllen?“
„Klar!“ Liv grinste erwartungsvoll. „Wie willst Du es denn? Verbindest Du mir die Augen? Oder kettest Du mich an?“
Martin zögerte mit der Antwort. „Wäre das Kerzenwachs heute nicht genau das Richtige?“
Olivia hatte die Kerzen immer wieder im Schub liegen sehen. „Irgendwann…“ Diese bei einem Liebesspiel einzusetzen wurde von beiden auf die lange Bank geschoben. Und heute schien für ihren Mann der richtige Zeitpunkt gekommen. Olivia erinnerte sich an die Worte der Verkäuferin, dass die Tropfen wie kleine Nadelstiche auf der Haut wären, nur dass sie länger brennen…
Martin war sich sicher, Olivia damit so richtig schön ins Schwitzen bringen zu können. Und dann mit ihr zu vögeln. Anschließend würden sie zusammen duschen und zum Essen gehen.
Olivias Mann verlangte: „Auf den Rücken, meine Liebe!“, worauf Liv ihre Lage korrigierte.
„Ich möchte, dass Du dich im Kopfteil an den Gitterstäben festhältst. Loslassen darfst Du erst, wenn ich Dir das erlaube!“ Martins Ton duldete keinen Widerspruch.
„Und wenn es wehtut?“
„Habe ich gesagt, dass Du nicht sprechen darfst?“ Martin tat erstaunt. „Ich will, dass Du stöhnst oder schreist! Und ich will wissen, wie Du dich fühlst, wenn sich das Wachs in deine Haut brennt!
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