Sarina entschied sich für schwarze Jeans, über denen sie einen cremefarbenen Pullover trug. Sie half Ayse in ihr Bolero Jäckchen, während sie sich selbst für eine elegante Lederjacke entschied. Ayse band ihr schwarzes Haar zu einem fast streng wirkenden Zopf zusammen. Sarina schüttelte ihren Blondschopf, der in sanften Wellen ihre Schultern umspielte. Die Frauen klatschten einander ab. „Wir werden diese Wohnung bekommen!“ Sarina klang zuversichtlich. Sie trafen pünktlich vor dem Mietshaus ein. Connie und Peter Werner wirkten lockerer, als es die Studentinnen angenommen hatten. Das Ehepaar kam in schlichter Alltagskleidung, die jedoch keinen altmodischen Touch aufwies. Connies schlanke Beine steckten in einer ausgewaschenen Jeans, die gut zu ihren weißen Turnschuhen passte. Peter trug dunkelblaue Chinos, über denen ein schwarzes T-Shirt flatterte. Trotz der legeren Kleidung machten die beiden einen konsequenten Eindruck, als wüssten sie genau, was sie von ihren neuen Mietern erwarten konnten. Connie ergriff das Wort, nachdem sie den Frauen die Wohnung gezeigt hatten. „Von meiner Seite aus, würde ich euch gerne die Wohnung vermieten. Ihr scheint nette, junge Frauen zu sein, die sich zudem an Abmachungen halten können. Wir möchten nämlich darauf hinweisen, dass wir im Haus keine Partys dulden. Ihr wisst schon, solche bei denen es hoch her geht. Das gleiche gilt für übermäßigen Herrenbesuch, vor allem wenn dieser zu später Stunde stattfindet. Wenn ihr euch auf feste Regeln einlassen wollt, habe ich nichts gegen einen Mietvertrag einzuwenden. Was sagst du dazu, Peter?“ Der hochgewachsene Mann lächelte. „Ich bin ganz deiner Ansicht, Connie. Ich würde die Wohnung auch gerne an euch beide vermieten. Wir legen aber tatsächlich großen Wert darauf, dass gewisse Regeln eingehalten werden. Diese sind keinesfalls verhandelbar. Das heißt, wenn ihr den Mietvertrag unterschreibt, müsst ihr euch an die Abmachungen halten.
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