„Diese ganze Sache mit dem Unterhalt …“, fuhr er fort. „Ich meine, ich zahle ja immer pünktlich.“
Er machte eine kleine Pause, als würde er erwarten, dass ich diesen Umstand entsprechend würdige. Dabei stellte ich mich nur darauf ein, schon beim ersten Date über so ein eher kompliziertes Thema sprechen zu müssen.
Ich lächelte. „Das ist ja auch … sinnvoll.“
„Ja, eben“, sagte er, als hätte ich ihm gerade in einem zentralen Punkt zugestimmt. „Aber sie nutzt das halt komplett aus.“
Mir war zwar unklar, wie eine Frau es ausnutzen konnte, dass ein Mann den rechtlich festgelegten Betrag zur korrekten Zeit zahlte, aber gut. In seiner Version tat sie das.
Es folgte die Geschichte eines Witzes, mit dem ihre angebliche abgrundtiefe Boshaftigkeit bewiesen werden sollte. Eines angeblichen Scherzes darüber, dass sie ihm bald etwas schulden würde, sollte sie noch einmal eine Gehaltserhöhung bekommen.
„Das hat sie falsch aufgefasst“, sagte er. „Dabei war das ja wirklich nur Spaß.“
Ich stellte mir diesen Spaß vor. Ich stellte mir vor, wie er gesagt wurde, mit welchem Unterton und welchen Hintergedanken. Ich stellte mir vor, wie wenig überraschend die Reaktion darauf gewesen sein musste. Und biss mir auf die Lippen, um nicht zu fragen, warum man einer solch bösartigen Person gegenüber überhaupt scherzen würde.
Die Vorspeisen kamen. Ich war dankbar für jede Unterbrechung, selbst für das Klirren von Geschirr und die wenigen Worte, die ich mit dem Kellner wechselte.
Ich trank mein Glas Wein leer. Sehr zielstrebig.
„Noch eins, bitte“, bestellte ich, bevor der Kellner vom Tisch verschwinden konnte.
Und der Typ gegenüber von mir? Er redete weiter.
Bevor sich jemand fragt: Ja, er hatte einen Namen. Aber ich will ihm hier keinen geben. Nicht aus Anonymitätsgründen — dafür könnte ich ja auch mit einem Pseudonym arbeiten.
Ein Mann zu viel, einer genau richtig
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Ein Mann zu viel, einer genau richtig
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