Ich hob eine Augenbraue, auch wenn er das in der Dunkelheit nicht sehen konnte. „Ach ja?“
„Ich habe dich vor einem noch längeren Monolog und vor der Brandgefahr gerettet.“
„Das stimmt natürlich.“
„Ich nehme meine Aufgaben ernst.“
Seine Hand glitt von meinem Handgelenk ein Stück höher und ruhte jetzt an meinem Unterarm. Warm. Ruhig. Kein Zögern.
Ich hätte etwas Witziges sagen können. Etwas Leichtes, Ironisches, um den Moment zu brechen, ihn zu kontrollieren. Aber ich wollte es gar nicht.
„Und was genau glaubst du, hast du gut?“, fragte ich stattdessen.
Er beugte sich ein wenig näher zu mir, so nah, dass ich seinen Atem spürte.
„Das werde ich dir gleich zeigen.“
Und in diesem Moment wurde mir wieder so richtig bewusst, was ich an ihm hatte. Denn das war kein Befehl. Da war kein Druck. Und ich wusste, auch wenn ich es nicht sehen konnte, dass ein leicht schmutziges Lächeln seine Lippen umspielte. Und dass das bedeutete, dass wir beide eine gute Zeit haben würden.
Ich zog meine Hand langsam aus seinem Griff und ließ meine Finger über seine Brust streifen.
„Vielleicht kann ich ja sogar erraten, was ich dir schulde“, erwiderte ich mit einem übertrieben unschuldigen Tonfall.
Wir standen uns gegenüber, Stirn an Stirn. Ich konnte fühlen, wie er in diesem Moment ebenfalls tief einatmete. Und war mir sicher, dass wir auch denselben Gedanken teilten: Es war so schön, weil es so einfach war. Dirty Talk musste nicht gut sein. Rollenspiele mussten nicht glaubwürdig sein. Aber alles musste so sein, dass es uns beiden gefiel. Und das war einfach immer der Fall. Weil wir wussten, dass wir uns aufeinander verlassen konnten. In allen Belangen.
Er sagt nichts mehr. Das braucht er auch nicht.
Ich gehe langsam vor ihm auf die Knie, achte darauf, den Körperkontakt mit ihm keinen Moment zu verlieren.
Ein Mann zu viel, einer genau richtig
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Ein Mann zu viel, einer genau richtig
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