Wer mich kennt, weiß, dass ich viel zu viel über Kaffeehäuser schreibe. Über Marmortische, an denen ich versuche, meine Gedanken zu ordnen, und es doch nie schaffe, auch meine Gefühle in den Griff zu bekommen. Über Kellner, die einen ignorieren, als wäre das eine Form von Zuneigung. Und über Männer, die ich dort beobachte und die im Halbschatten der Einrichtung begehrenswerter wirken, als sie sind.
Aber ich kann auch anders.
Manche meiner Geschichten spielen in Restaurants. Diese hier zum Beispiel.
Natürlich geht es um ein Date, das ich in einem solchen Restaurant hatte. Aber keines, das sich mit romantischem Knistern und elektrischer Vorfreude angekündigt hätte. Es gab auch nicht diese leise, fast kindische Erwartung, die ich mir ungern eingestehe, aber doch so gerne fühle. Es gab nur … Neugier? Ja, ich hatte mich für das Date entschieden, weil ich nicht sicher war, ob ich etwas verpassen würde, wenn ich nicht hinginge. Im besten Fall würde es ein schöner Abend werden. Und im schlimmsten Fall würde ich wenigstens wieder einmal darin bestätigt, dass ich nichts verpasse, wenn ich einem Mann und einer Gelegenheit Nein sage.
Er hatte mir schon im Voraus gesagt, dass er ein Kind habe. Über achtzehn, wie er betonte, als wäre das ein Verkaufsargument. Ich fand das nicht ideal, aber auch nicht tragisch. In unserem Alter beginnt man, Kompromisse als statistische Notwendigkeiten zu akzeptieren.
Er schlug vietnamesisch vor.
Ich sagte zu. Und war froh, dass er ein Restaurant vorschlug, das ich nicht kannte — und in dem man folglich auch mich nicht kannte. Darauf achte ich bei Dates mittlerweile. Jemanden an einen Ort mitzunehmen, den man mag, hat viel zu viel Potenzial, in einer Katastrophe zu enden. Aber das ist eine andere Geschichte. Eine, die ich wahrscheinlich auch einmal erzählen sollte.
Ein Mann zu viel, einer genau richtig
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Ein Mann zu viel, einer genau richtig
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