Ein missratener Plan

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Ein missratener Plan

Ein missratener Plan

Alnonymus


Sie schaut mich an, als ob sie einen Geist gesehen hätte. In ihren Augen erkenne ich Tränen. „Was ist los?“, frage ich erschreckt, „du weinst ja, … hab’ ich dir wehgetan?“
„Aber nicht doch, du Dummkopf“, schüttelt sie den Kopf. „Du hast mich einfach nur … umgehauen“, kommt es zögernd, als wüsste sie nicht, was sie sagen soll. „Es ist einfach verrückt. … Du bist eigentlich ein Unbekannter, und ich kenne dich erst seit einer Stunde, aber noch nie hat mich ein Mann so verwöhnt und mir so viel Lust geschenkt.“ Wieder zögert sie: „Sonst war immer alles viel zu schnell vorbei, ich hab' immer wenig dabei gespürt, und kaum mal einen Höhepunkt gehabt. … Aber du hast mich nicht einfach genommen, sondern mich schon mit deinen Fingern und Lippen so erregt, dass ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe. …  Und dann, als ich dich tief in mir gespürt habe, dachte ich, dass ich sterben muss vor Lust. … So etwas kann es doch nicht geben.“ Ihr Redefluss ist kaum zu bremsen. Überwältigt höre ich zu. Was muss dieses zarte Wesen bisher nur erlebt haben? „Das kann doch nur ein Traum sein. … Bitte lass mich nicht aufwachen“, kommt es hinterher, schon spüre ich ihre Lippen auf meinen.

Ich bin noch nie so voller Glück geküsst worden. Sie scheint gar nicht mehr aufhören zu wollen. Es dauert ein wenig, bis ich sie beruhigen kann. So erzähle ich ihr, dass es für mich unglaublich erregend ist, eine so wunderbare Frau zu verwöhnen und mich von ihrer Lust mitreißen zu lassen. „Klar, ist ein Quicky auch mal schön, aber viel schöner ist es doch, wenn man sich Zeit lässt. … Und ich lasse dich noch lange nicht los“, ende ich schließlich. So kuscheln wir uns, nackt wie wir sind, in Löffelchenstellung aneinander. Erst umarme ich meine Liebste einfach nur, doch ich kann meine Hand nicht ruhig halten, muss einfach diese weiche Haut streicheln, die aufregenden Formen nachfahren.

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