Ein missratener Plan

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Ein missratener Plan

Ein missratener Plan

Alnonymus

Dazu noch ihr Duft, und die Erinnerung an den wunderbaren Sex gerade eben. Außerdem habe ich Nachholbedarf. Kein Wunder, dass ich langsam, aber unaufhaltsam schon wieder einen Steifen bekomme. Rosemarie scheint es zu gefallen, und so genießen wir noch eine weitere innige Nummer, bei der wir tatsächlich eins werden.

Erschöpft, berauscht und zutiefst befriedigt löse ich mich von meiner Geliebten, die sich aber sofort wieder eng an mich schmiegt. Tatsächlich verkuscheln wir den ganzen Vormittag im Bett. Nach Sex ist uns aber erst einmal nicht mehr. Doch wir unterhalten uns auch nur wenig miteinander, merken, dass Worte nur stören würden, genießen einfach unser Glück. „Sag mal, auch wenn es schwerfällt, aber was hältst du davon, wenn wir jetzt aufstehen, zum Strand gehen, an einer der Buden eine Kleinigkeit essen, und dann einen schönen langen Spaziergang machen?“, schlage ich irgendwann vor. „Eine seeeeehr gute Idee“, säuselt Rosemarie.

So machen wir uns schließlich auf den Weg. Als wir am Pool vorbeikommen, sehe ich Robert mit einem Drink auf einer der Liegestühle, aber das interessiert mich nicht mehr im Geringsten. Während wir am Wassersaum entlang schlendern, haben Rosemarie und ich Gelegenheit, uns ausgiebig zu unterhalten, uns all die wichtigen Dinge aus unserem Leben zu erzählen. Wir kennen uns zwar erst kurz, doch trotzdem besteht schon eine große Vertrautheit zwischen uns. Natürlich erzähle ich ihr, dass ich in Norddeutschland geboren wurde, aber seit etlichen Jahren in Nürnberg lebe. Rosi fällt fast aus allen Wolken, denn sie ist in Erlangen geboren, lebt aber seit zwei Jahren in Fürth, also nur einen Katzensprung von mir entfernt.

Wir merken gar nicht, wie die Zeit vergeht, schon ist das abendliche Buffet vorbereitet, denn auch Rosi und ihre Freundinnen haben Halbpension gebucht. „Ich hoffe, du bist nicht enttäuscht, wenn ich mich jetzt erst einmal um Hanna und Silke kümmere. Die beiden sind sicher längst zurück und suchen mich wahrscheinlich schon“, meint Rosi mit einem prüfenden Blick in meine Richtung, als wir uns wieder unserem Hotel nähern, „aber nach dem Abendessen können wir uns ja an der Bar treffen. … Außerdem würde ich gerne den Sonnenuntergang von deinem Balkon aus sehen. Meiner geht ja leider in die andere Richtung.“ Dabei lächelt sie so unschuldig, dass ich genau weiß, dass sie mit Sicherheit nicht nur an das Naturschauspiel denkt. „Wieso soll ich enttäuscht sein?“, entgegne ich kopfschüttelnd, „schließlich machst du hier mit deinen Freundinnen Urlaub, und du sollst sie ja meinetwegen nicht plötzlich vernachlässigen. … Das mit der Bar ist aber eine gute Idee, und dann werde ich dir einen ganz besonderen Sonnenuntergang zeigen.“ Dabei schaue ich genauso unschuldig wie sie vorhin, doch meine lüsternen Gedanken eilen bereits voraus. Ein Küsschen, dann geht erst einmal jeder seiner Wege.

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